Quedlinburg und Großbeeren: Vectoring für weitere 15.300 Haushalte
Die Deutsche Telekom wird Vectoring für 13.000 Haushalte in Quedlinburg im Harz und für weitere 2.300 in Großbeeren, südlich von Berlin, anbieten. Das gab das Unternehmen am 16. Juni 2016 bekannt. Die Telekom hat damit begonnen, ihr Netz in Quedlinburg weiter auszubauen. Dazu wird das Unternehmen 27 Kilometer Glasfaser verlegen und 65 Multifunktionsgehäuse neu aufstellen sowie vorhandene Gehäuse mit Vectoring-Technik ausstatten. Dadurch werden dort fast 13.000 Haushalte bis zum vierten Quartal 2016 Vectoring-fähig.
"Ich freue mich, dass die Arbeiten in Quedlinburg jetzt begonnen haben" , sagte Oberbürgermeister Frank Ruch. "Die Planungen sind abgeschlossen, jetzt wird gegraben" , erklärte Roland Voigt, Regiomanager der Telekom im Landkreis Harz. "Wir werden die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich halten. Wir gehen immer in überschaubaren Bauabschnitten voran."
Gemeinde braucht zehn Kilometer Glasfaserleitungen
Auch 2.300 Haushalte und Betriebe der Gemeinde Großbeeren können spätestens ab Jahresende 2016 schnelleres Internet mit Vectoring nutzen. Hier werde die Telekom zehn Kilometer Glasfaserleitungen neu verlegen und rund 15 Schaltverteiler aufbauen oder erweitern. Carl Ahlgrimm, Bürgermeister von Großbeeren, erklärte: "Die Telekom wertet mit der geplanten Investition nicht nur unsere Gemeinde, sondern jedes einzelne Grundstück im Ausbaugebiet auf."
Die Menschen, die die neuen Geschwindigkeiten nutzen wollen, müssen aktiv werden und ihren Vertrag erweitern oder einen Neuvertrag mit der Telekom schließen. Wer bis 34,95 Euro für eine Flat mit bis zu 50 MBit/s im Download und bis zu 10 MBit/s Upload zahlte, kann den Vertrag ändern, um eine Flat mit bis zu 100 MBit/s und bis zu 40 MBit/s im Upload zu erhalten. Dies kostet in den ersten zwölf Monaten jeweils 39,95 Euro und danach monatlich 44,95 Euro.
Je näher der Kunde am Multifunktionsgehäuse wohnt, desto höher ist die Geschwindigkeit. Der Vectoring-Effekt auf der Kupferleitung nimmt mit der Leitungslänge ab und ist bei der bisher eingesetzten Technik ab 700 bis 800 Metern kaum mehr feststellbar. Daher kann die Technik Fiber-To-The-Home (FTTH) nicht ersetzen, stellt aber eine Verbesserung der Datenraten dar.
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