Quartalszahlen: Viele iPhones bedeuten immensen Umsatz bei der TSMC

Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) hat Ergebnisse für das dritte Quartal 2016 veröffentlicht ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ): Der weltgrößte Auftragsfertiger konnte fast ein Viertel mehr Umsatz als im Vorjahr generieren: satte 8,2 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn legte um knapp 30 Prozent zu, er beträgt umgerechnet 3,1 Milliarden US-Dollar. Wie so oft ist die treibende Kraft hinter diesen Zahlen ein einziger Auftraggeber: Apple. Im neuen iPhone 7 (Plus) steckt ein A10 Fusion genanntes System-on-a-Chip, welches wie sein A9-Vorgänger bei der TSMC im 16FF+ Verfahren produziert wird.


Die Aufschlüsselung der Fertigungstechnik zeigt, dass 31 Prozent aller Chips bei der TSMC in einem 20- oder 16-nm-Verfahren hergestellt werden. Verglichen mit den vorherigen Quartalen legten die beiden Prozesse prozentual drastisch zu. Neben Apples A10 Fusion fertigt die TSMC unter anderem auch noch Nvidia-Chips für Grafikkarten und HPC-Beschleuniger: Den GP100 der Tesla P100 , den GP102 der Geforce GTX Titan X und der Quadro P6000 , den GP104 der Geforce GTX 1080/1070 und den GP106 der Geforce GTX 1060 . Weitere Chips sind das SoC der Xbox One S oder den X-Gene 3 von Applied Micro.
Für die kommenden Monate sieht TSMC vor, dass die 10-nm-Fertigung ihre volle Kapazität erreicht. Die Vorabproduktion läuft bereits, der Hersteller spricht(öffnet im neuen Fenster) von fünf vorliegenden Tape-outs seitens Kunden. Wie schon 20 nm sei der Prozess vor allem für Smartphone-Chips gedacht, leistungsstärkere Prozessoren werden mit Hinblick auf 7 nm entwickelt. Die ersten Tape-outs und Chips sollen noch 2017 angekommen und ab dem zweiten Quartal produziert werden. Langfristig stehen 5 nm und 3 nm, jeweils mit EUV, auf der Agenda.