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Quartalszahlen veröffentlicht: Nvidia trotzt Skepsis nach Deepseek-Schock

Trotz der jüngsten Zweifel wächst Nvidia rasant weiter: Der US-Chiphersteller hat im vergangenen Quartal Umsatz und Gewinn gesteigert.
/ Przemyslaw Szymanski , dpa
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Der US-Chiphersteller Nvidia wächst rasant weiter. (Bild: Photo by Justin Sullivan/Getty Images)
Der US-Chiphersteller Nvidia wächst rasant weiter. Bild: Photo by Justin Sullivan/Getty Images

Der KI-Boom lässt das Geschäft des Chipkonzerns Nvidia weiter rasant wachsen. In den vergangenen Wochen wurde zum Teil infrage gestellt, ob zum Training künstlicher Intelligenz wirklich so viele Nvidia-Chips gebraucht werden, wie man bisher annahm. Auslöser war die chinesische KI Deepseek , die angeblich mit sehr geringem Aufwand angelernt worden war.

Doch jetzt übertraf Nvidia die Erwartungen der Analysten sowohl mit dem Umsatz im vergangenen Quartal als auch mit der Prognose für das laufende Vierteljahr. Konzernchef Jensen Huang sagte sogar, Deepseek sei " fantastisch " für Nvidia gewesen. Denn die chinesischen Entwickler hätten eine neue Technik zum Erzeugen von KI-Antworten allgemein verfügbar gemacht.

Und das treibe wiederum den Bedarf an Chips von Nvidia an, argumentierte Huang im TV-Sender CNBC(öffnet im neuen Fenster) . Denn solche KI-Modelle brauchten zum Teil 100-mal mehr Rechenleistung als frühere Software.

Schlüsselposition im KI-Geschäft

Nvidias Chipsysteme werden rund um die Welt für das Training von Anwendungen mit künstlicher Intelligenz verwendet. Schwergewichte wie Google oder der Facebook-Konzern Meta füllen ganze Rechenzentren damit – aber auch KI-Start-ups wie die ChatGPT-Erfinderfirma OpenAI setzen darauf. Diese Schlüsselposition ließ das Geschäft von Nvidia in den vergangenen zwei Jahren explosionsartig wachsen.

Aktuell ist Nvidia dabei, eine leistungsstärkere neue Generation seiner KI-Chips mit dem Namen Blackwell auf den Markt zu bringen. Technische Probleme hätten die Einführung um einige Monate verzögert, seien inzwischen aber gelöst, sagte Huang. Die Blackwell-Nachfrage sei " außerordentlich ", versicherte er. Er habe bei dem Chipsystem, das eineinhalb Tonnen wiege und aus mehr als einer Million Teilen bestehe, ein besseres Gefühl als drei Monate zuvor.

Geschäft wächst weiter schnell

Im vergangenen Quartal schoss der Umsatz von Nvidia im Jahresvergleich um 78 Prozent auf 39,3 Milliarden US-Dollar hoch. Das Geschäft mit Technik für Rechenzentren wuchs sogar noch schneller mit einem Plus von 93 Prozent auf 35,6 Milliarden US-Dollar. Blackwell habe elf Milliarden US-Dollar davon eingebracht. Unterm Strich stieg der Gewinn von 12,3 auf 22,1 Milliarden US-Dollar.

Für das laufende Vierteljahr sagte Nvidia einen Konzernumsatz von 43 Milliarden US-Dollar voraus – mit der Einschränkung, dass er um zwei Prozent höher oder niedriger ausfallen könne. Analysten hatten im Schnitt eher mit einer Prognose von rund 42 Milliarden US-Dollar gerechnet.

Dementsprechend gab Nvidia-Aktie im nachbörslichen US-Handel um rund 1,5 Prozent nach. Eine der Sorgen der Anleger ist, dass noch härtere Einschränkungen für den Verkauf moderner Nvidia-Chips nach China das Geschäft des Konzerns bremsen könnten.


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