Quartalszahlen: Tiger Lake mildert Intels 10-nm-Desaster

Intel will die 10-nm-Fertigung drastisch verbessert haben, die Anzahl der Design-Wins mit Tiger Lake nimmt stark zu.

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Ultrabook-Platine mit Tiger Lake
Ultrabook-Platine mit Tiger Lake (Bild: Intel)

Der Chiphersteller Intel hat nach eigener Aussage im ersten Quartal 2020 doppelt so viele Tiger-Lake-Prozessoren produziert wie Ice-Lake-Modelle im Vorjahresquartal. Intels Finanzchef George Davis sagte: "Ich denke, das zeigt Ihnen, wie sehr wir das 10-nm-Verfahren verbessert haben." Die Nachfrage nach den Chips sei hoch, Intel zufolge gibt es bereits mehr als 50 statt nur 35 Design-Wins (Geräte von Partnern), die bis zum Weihnachtsgeschäft 2020 erscheinen sollen.

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In den vergangenen Jahren hatte Intel Probleme, die 10-nm-Fertigung zum Laufen zu bekommen. Die erste Generation namens Cannon Lake schaffte es nicht in den Handel, für Ice Lake benötigte Intel viel Vorlaufzeit. Die Fab 28 im israelischen Kiryat Gat brauchte Monate, um einen Wafer zu finalisieren. Intel musste deshalb rund ein Jahr lang Chips sammeln, damit der Verkaufsstart im Spätsommer 2019 mit genügend Kapazität erfolgen konnte.

Auf die Quartalszahlen hat die bisher schlechte 10-nm-Fertigung relativ wenig Einfluss (PDF): Intel vermeldet für das erste Quartal 2020 einen Umsatz von 19,828 statt 16,061 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 5,661 statt 3,974 Milliarden US-Dollar verglichen zum Vorjahr. Das Consumer-Segment wuchs von 8,586 auf 9,775 Milliarden US-Dollar, der Gewinn stieg von 3,072 auf 4,225 Milliarden US-Dollar. Die Server-Sparte setzte 6,993 statt 4,902 Milliarden US-Dollar um und erzielte einen Gewinn von 3,492 statt 1,841 Milliarden US-Dollar. Die Speicherabteilung konnte von 915 Millionen US-Dollar auf 1,338 Milliarden US-Dollar zulegen und machte weniger Verlust.

In den nächsten Wochen wird Intel die Comet Lake S (14 nm) für Desktop-PCs veröffentlichen, das Topmodell ist der Core i9-10900K mit zehn Kernen. Laut CEO Bob Swan erhöhte Intel die Fertigungskapazität und will sie 2020 um weitere 25 Prozent erweitern. Die Vorgänger, der Core i9-9900K (Test) und der Core i7-8700K (Test), waren zum Start jeweils schlecht verfügbar.

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