Suche

Quartalszahlen: Seagate rechnet ab Juni mit HAMR-Festplatten

Angesichts eines verlustreichen Quartals setzt Seagate auf die Zukunft. Die neuen Festplatten sollen 30 TByte und mehr bieten.

Artikel veröffentlicht am ,
Seagate spürt den Einbruch des Festplattenmarktes. (Bild: Benjamin Lehman/Unsplash)

Seagate hat seine Geschäftszahlen für das vergangene Quartal veröffentlicht und dabei Informationen über seine Produkt-Roadmap bekannt gegeben. Für Seagate endete das zweite Quartal - ähnlich wie Microsoft beginnt die Zählung eines Geschäftsjahres bei Seagate bereits zur Mitte eines Jahres - mit einem deutlichen Verlust von 33 Millionen US-Dollar.

Anzeige

Der Umsatz lag in den vergangenen drei Monaten bei rund 1,9 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu 3,1 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Es ist das erste Mal seit Jahren, dass Seagate einen Quartalsverlust aufweist. Im vorherigen Quartal lag der Umsatz noch knapp über 2 Milliarden US-Dollar bei einem Gewinn von 29 Millionen US-Dollar.

"Wir erwarten, dass wir unsere 30-Terabyte-Plus-HAMR-basierte Produktfamilie im Juni-Quartal auf den Markt bringen werden", schrieb Seagate-CEO Dave Mosley in der Pressemitteilung zum Geschäftsbericht. Man sei damit "gut positioniert, wenn sich die Märkte endlich erholen".

Konkurrent Toshiba stellte im Januar 2023 seine ersten Festplatten mit einer Kapazität von mehr als 30 TByte vor.

Anzeige

HAMR-Technologie seit 2002 in der Entwicklung

Seagate verschob seine neuen Modelle in der Vergangenheit mehrfach. Die HAMR-Technologie wurde bereits 2017 angekündigt. In der Entwicklung ist HAMR bereits seit 2002.

Alle Hersteller hatten mit dem Absatzrückgang des PC-Marktes zu kämpfen. Im Jahr 2022 brach die Zahl der verkauften Festpatten im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent ein. Seagate ist mit einem Marktanteil von 42,9 Prozent der größte HDD-Hersteller vor Western Digital und Toshiba.

Intel veröffentlichte am Donnerstag ebenfalls seine Geschäftszahlen. Auch der Chipproduzent ging mit einem Verlust aus dem letzten Quartal. Es wird mit weiteren Entlassungen gerechnet. Auch Seagate gab Ende Oktober 2022 bekannt, etwa 3.000 Arbeitsplätze abbauen zu wollen.