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Quartalszahlen: Qualcomm büßt 20 Prozent Umsatz ein

Weniger Chips, weniger Modems, weniger Lizenzeinnahmen: Qualcomm hat im vierten Quartal 2018 in allen Bereichen mit Rückgang zu kämpfen. Das Geschäft mit Snapdragon-SoCs und Snadragon-LTE-Basebands kostet Geld, was künftig durch 5G erwirtschaftet werden soll.

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Ein noch aktueller Snapdragon 845
Ein noch aktueller Snapdragon 845 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Qualcomm hat die Geschäftsergebnisse des vierten Quartals 2018 veröffentlicht, der Snapdragon-Entwickler zählt dieses allerdings als erstes fiskales Quartal 2019. Verglichen mit dem Vorjahr fiel der Umsatz mit 4,8 Milliarden US-Dollar statt mit 6 Milliarden US-Dollar deutlich niedriger aus, der Gewinn ist durch eine Steueränderung nicht direkt vergleichbar. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass Qualcomm in beiden relevanten Segmenten rund 20 Prozent weniger Umsatz erzielte.

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Die QTC-Sparte (Qualcomm Technologies CDMA), welche für die verkauften Snapdragon-SoCs zuständig ist, fiel von 4,65 Milliarden US-Dollar auf 3,74 Milliarden US-Dollar. Laut Qualcomm wurden nur 186 Millionen statt 237 Millionen sogenannter MSMs ausgeliefert. Das steht für Mobile Station Modem und meint Chips mit integriertem LTE-Baseband wie den aktuellen Snapdragon 845, wohingegen ein AP ein Application Processor ohne dergleichen ist - der ältere Snapdragon 805 war so ein Modell. Offenbar setzen weniger Hersteller als erwartet auf Qualcomm-SoCs, so nutzt etwa Huawei längst eigene Designs.

Im QTL-Bereich (Qualcomm Technology Licensing), der für Modems zuständig ist, reduzierte sich der Umsatz von 1,27 Milliarden US-Dollar auf 1,02 Milliarden US-Dollar. Das ist primär auf den Verzicht von Apple zurückzuführen, keine Snapdragon-LTE-Basebands mehr zu verwenden, sondern XMM-Ableger von Intel. Auch Huawei hatte Lizenzgebühren verweigert, mittlerweile wurden aber 150 Millionen US-Dollar an Qualcomm überwiesen; dieser Betrag ist in den Quartalszahlen enthalten.

Für das erste Quartal 2018 erwartet Qualcomm 150 Millionen bis 170 Millionen ausgelieferte MSMs, was deutlich unter den 187 Millionen verglichen mit dem Vorjahr liegt. Für 2019 erhofft sich der Hersteller dafür steigenden Umsatz durch 5G-Hardware wie Modems und dazugehörige RF-Frontends.



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