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Quartalszahlen: Nvidias Gaming-Umsatz hat sich halbiert

Umsatz und Gewinn sind drastisch gesunken: Nvidia hat im vierten Quartal 2018 deutlich weniger Geforce-Grafikkarten verkauft als erwartet, was den hohen Preisen und dem Ende des Crypto-Mining-Booms geschuldet war.
/ Marc Sauter
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Nvidia-CEO Jensen Huang zeigt die Geforce RTX 2080 Ti. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Nvidia-CEO Jensen Huang zeigt die Geforce RTX 2080 Ti. Bild: Marc Sauter/Golem.de

Nvidia hat die Geschäftszahlen des vierten Quartals 2018 vorgelegt ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ): Verglichen zum Vorjahresquartal sank der Umsatz von 2,91 Milliarden US-Dollar auf 2,21 Milliarden US-Dollar und der Gewinn halbierte sich von 1,12 Milliarden US-Dollar auf nur noch 567 Millionen US-Dollar. Ende Januar 2019 hatte Nvidia bereits eine Umsatzwarnung veröffentlicht, denn der ursprüngliche Ausblick lag bei 2,7 Milliarden US-Dollar.

Hintergrund sind drei Faktoren: Der Rückgang des Cryto-Mining-Booms, das schwache Geschäft in China aufgrund der niedrigen Nachfrage von (Gaming-)Grafikkarten und der schlecht laufende Verkauf der aktuellen Geforce RTX mit Turing-Architektur. Weil sich Ethereum und Co. kaum noch rechnen, musste Nvidia wie erwartet die GPU-Lieferungen an seine Partner reduzieren, was Umsatz und Gewinn schmälerte.

Geforce RTX 2080 (Ti) - Test
Geforce RTX 2080 (Ti) - Test (05:25)

Der chinesische Markt zeigte in den vergangenen Monaten ein geringeres Wirtschaftswachstum, was sich gerade auf den Absatz von günstigeren Spiele-Grafikkarten auswirkte. Modelle wie beispielsweise die Geforce GTX 1060 sind beliebt für Internet-Cafés, dass Nvidia mehrere Versionen davon mit unterschiedlicher Shader- und Videospeicher-Bestückungs veröffentlicht hat. Am oberen Ende, also Geforce RTX 2060 (350 Euro) bis Geforce RTX 2080 Ti (1.100 Euro), verkaufte Nvidia ebenfalls weniger Karten. Der Hersteller vermutet, dass Kunden auf sinkende Preise und eine höhere Verbreitung von Spielen mit Raytracing-Unterstützung warten.

Folgerichtig fiel der Umsatz der Gaming-Sparte von 1,74 Milliarden US-Dollar auf 954 Millionen US-Dollar und damit auch der Gesamtumsatz deutlich. Auch die Tegra-Sparte verlor, vermutlich weil Nintendo weniger Switch verkauft. Im Datacenter-Segment konnte Nvidia hingegen leicht zulegen, AMDs aktuelle Radeon Instinct MI60/MI50 sieht Nvidia-Chef Jensen Huang bisher nicht als Bedrohung. Für das erste Quartal 2019 erwartet Nvidia rund 2,2 Milliarden US-Dollar Umsatz, was deutlich weniger wäre als im Vorjahr.


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