Quartalszahlen: Nvidias Gaming-Geschäft verliert ein Drittel
Eigentlich wollte Nvidia die Zahlen für das zweite Quartal 2022 erst am 24. August bekanntgeben, stattdessen gibt es eine vorgezogene Umsatzwarnung(öffnet im neuen Fenster) : Statt der erwarteten 8,1 Milliarden US-Dollar sollen es nur noch 6,7 Milliarden US-Dollar sein, was aber weiterhin über dem Vorjahresquartal(öffnet im neuen Fenster) liegt. Der Hauptgrund für den Rückgang ist das Gaming-Geschäft mit den Geforce-Grafikkarten der Ampere-Generation.
Hier verringerte sich der Umsatz um 33 Prozent von 3,061 auf 2,04 Milliarden US-Dollar, was von Nvidia und auch Analysten anders vorhergesagt wurde – deswegen erfolgte die Umsatzwarnung. Verglichen mit dem ersten Quartal 2022(öffnet im neuen Fenster) brach der Umsatz sogar um 44 Prozent ein, hier waren es noch 3,62 Milliarden US-Dollar.
Die Bruttomarge fiel um gleich 50 Prozent von zuvor enormen 65 Prozent auf immer noch sehr hohe 44 Prozent, dennoch: "Wir werden Maßnahmen ergreifen, um die Preise und das Inventar unserer Partner anzupassen" , sagte Nvidia-CEO Jensen Huang. Alleine dafür wurden 1,32 Milliarden US-Dollar im Q2/2022 aufgewendet.
Auch AMD hat bei dedizierten Gaming-Lösungen verloren
Die anderen Sparten von Nvidia sehen besser aus: Data Center wuchs um 61 Prozent, womit die Sparte rund 3,8 statt 2,336 Milliarden US-Dollar umgesetzt und damit das Gaming-Geschäft überholt haben dürfte. Automotive ging um 45 Prozent nach oben, Proviz (Professional Visualization) verlor 4 Prozent und OEM gleich 66 Prozent. Mit zusammen 850 Millionen US-Dollar haben diese drei Abteilungen jedoch relativ wenig Einfluss auf den Gesamtumsatz, wie auch in den vergangenen Jahren schon.
Ein Blick auf die Konkurrenz, sprich AMD, zeigt dort einen gestiegenen Umsatz bei Gaming-Lösungen : Mit 1,655 statt 1,255 Milliarden US-Dollar stieg dieser deutlich, die Sparte umfasst neben dedizierten Radeon-Grafikchips auch die Semi-Custom-SoCs für Playstation sowie Xbox. Laut AMD-CEO Lisa Su waren die Konsolen-Chips der primäre Umsatztreiber, wohingegen Grafikkarten weniger Geld einbrachten.
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