Quartalszahlen: Nvidia setzt erstmals über 3 Milliarden US-Dollar um
Nvidia hat die Resultate des ersten Quartals 2018(öffnet im neuen Fenster) bekanntgegeben: Der GPU-Entwickler setzte 3,207 Milliarden US-Dollar um, was neuer Rekord ist. Der Gewinn beläuft sich auf ebenfalls sehr hohe 1,244 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahresquartal waren es 1,937 Milliarden und 507 Millionen US-Dollar. Ein Blick in die einzelnen Sparten zeigt (PDF(öffnet im neuen Fenster)), dass Nvidia in seinen Kernbereichen jeweils massiv zugelegt hat.
Im Vorjahr kam das Gaming-Business auf einen Umsatz von 1,027 Milliarden statt auf 1,723 Milliarden US-Dollar und das Datacenter-Geschäft auf ein Rekordhoch von 701 Millionen anstelle von 409 Millionen US-Dollar. Für Datacenter hat Nvidia die Rechenkarten namens Tesla V100 von 16 GByte HBM2-Videospeicher auf 32 GByte aufgerüstet und verkauft damit das DGX-2 genannte AI-System. Die Tesla V100 stecken unter anderem in IBMs AC922-Systemen, die Ende Mai 2018 verfügbar sein sollen.

Für Spieler hält Nvidia wie gehabt an der Pascal-Architektur fest, darunter Grafikkarten wie die Geforce GTX 1060 (Test) oder die Geforce GTX 1070 Ti (Test). Mit dedizierten Modellen für Crypto-Mining setzte Nvidia alleine 289 Millionen US-Dollar um. Im Call sagte Nvidia, dass Gaming im dritten Quartal 2018 mehr Umsatz als üblich generieren dürfte. CEO Jensen Huang sprach sogar davon, dass es bald neue Pixelbeschleuniger geben werde. Die Modelle mit Turing-Technik werden für den späten Sommer 2018 erwartet.
Auch das Tegra-Segment verzeichnet Wachstum: von 332 Millionen auf 442 Millionen US-Dollar, was vorrangig Nintendos Switch geschuldet ist, da Automotive mit 145 Millionen statt 140 Millionen US-Dollar stagniert. Für den Handheld soll Nvidia eine T214-Variante des Tegra X1 entwickelt haben, die das bisherige T210-Modell ersetzen wird. Dieser Chip ist anfällig für ein Hardware-Exploit, das per USB-Recovery-Modus die Switch hackbar macht.
Für das zweite Quartal 2018 erwartet Nvidia einen Umsatz von 3,1 Milliarden US-Dollar.
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