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Quartalszahlen: Intels Server- und Flash-Sparte schwächeln

Das zuvor starke und wachsende Datacenter-Geschäft von Intel läuft deutlich schlechter als bisher, auch der Ausblick ist verhalten. Dafür soll mit Ice Lake die 10-nm-Generation für Ultrabooks früher als erwartet starten.

Artikel veröffentlicht am ,
Wafer mit Cascade-Lake-Chips
Wafer mit Cascade-Lake-Chips (Bild: Intel)

Intel hat die Zahlen zum ersten Quartal 2019 veröffentlicht (PDF): Verglichen zum Vorjahr sank der Umsatz leicht von 16,066 Millarden US-Dollar auf 16,061 Millarden US-Dollar und der Gewinn reduzierte sich von 4,470 Milliarden US-Dollar auf 4,174 Milliarden US-Dollar. Ein genauerer Blick in die Geschäftsergebnisse zeigt aber, dass die wichtige Server-Sparte stark verliert und das NAND-Flash-Segment noch mehr Minus anhäuft.

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Die Data Center Group (DCG) setzte geringere 4,902 Milliarden US-Dollar statt 5,234 Milliarden US-Dollar um und der Gewinn fiel von 2,602 Milliarden US-Dollar auf 1,841 Milliarden US-Dollar. Als Grund nannte Intel-CEO Bob Swan schwache Verkäufe im chinesischen Markt und den Verzicht von Partnern, auf die neuen Cascade Lake AP/SP genannten Xeon-CPUs aufzurüsten. Swan sagte zudem, dass 10-nm-Server-Chips deutlich schneller auf Client-Varianten folgen sollen statt bisher üblich. Das sonst typische Zeitfenster von 12 bis 18 Monaten werde unterboten, schon 2020 sei es für Ice Lake SP so weit - eher früher als später.

Im Ultrabook-Segment will Intel die Ice Lake U noch in diesem Quartal fertigstellen und die dazugehörige 10-nm-Fertigung beschleunigen. Die 15-Watt-Prozessoren sind für das Weihnachtsgeschäft 2019 geplant, weshalb Intel freudig vermeldet, dass in den vergangenen vier Monaten das Team deutliche Fortschritte beim Herstellungsverfahren gemacht habe. Bisherige 10-nm-Designs gibt es allerdings praktisch nur eines, nämlich Cannon Lake U und davon wiederum mit dem Core i3-8121U nur einen einzigen Chip in sehr begrenzter Stückzahl. Daher arbeitet Intel neben dem Ausbau der 10-nm-Kapazität daran, die für 14 nm anzuheben um genügend Ressourcen für Client- und Server-CPUs zu haben.

Die Client Computing Group (CCG) ist weiterhin Intels wichtigster Geschäftsbereich: Der Umsatz stieg von 8,220 Milliarden US-Dollar auf 8,586 Milliarden US-Dollar und der Gewinn erhöhte sich von 2,791 Milliarden US-Dollar auf 3,072 Milliarden US-Dollar. Die Non-Volatile Memory Solutions Group für NAND-Flash-Speicher hingegen machte weniger Umsatz und fuhr einen Verlust von 297 Millionen US-Dollar ein. Bei Herstellern wie Samsung und SK Hynix zeigte sich aufgrund fallender Preise ähnliches.

Für das zweite Quartal 2019 erwartet Intel einen Gesamtumsatz von 15,6 Milliarden US-Dollar und damit weniger als die 17 Milliarden US-Dollar des Vorjahresquartals.



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norbertgriese 26. Apr 2019

Da müssen die Aktionäre nicht traurig sein. Mit 25% Gewinnspanne kann man prima neue...

DooMMasteR 26. Apr 2019

Es hieß mal 2016, dann 2017, dann 2018 und jetzt 2019 :-) Immerhin gibt es inzwischen...


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