Quartalszahlen: Intels Server-Gewinn bricht weiter ein

Der Gesamtumsatz bleibt dank Desktop/Laptop-Verkäufen zwar stabil, die Xeon-Sparte von Intel weist aber einen fast gedrittelten Gewinn aus.

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Ein Wafer mit Ice-Lake-SP-Xeon-Chips
Ein Wafer mit Ice-Lake-SP-Xeon-Chips (Bild: Intel)

Intel hat die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2021 vorgelegt: Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahr mit 19,828 statt 19,673 Milliarden US-Dollar stabil aus, der Gewinn sank von 5,661 auf 3,361 Milliarden US-Dollar. Darin enthalten ist allerdings eine einmalige Zahlung von 2,18 Milliarden US-Dollar an VLSI wegen eines verlorenen Patentstreits.

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Ein Blick in die einzelnen Sparten zeigt weitere Details: Die PC Client Group mit Desktop- und Notebook-Prozessoren setzte 10,605 statt 9,775 Milliarden US-Dollar bei einem Gewinn von 4,120 statt 4,225 Milliarden US-Dollar um. Intel hat 19 Prozent mehr Mobile-Chips ausgeliefert, dafür 7 Prozent weniger Desktop-Modelle. Die Absatzpreise beider Serien sind allerdings niedriger.

Die Data Center Group mit den Xeon-CPUs für Server hingegen fällt von 6,993 auf 5,564 Milliarden US-Dollar beim Umsatz und der Gewinn bricht mit 1,273 statt 3,492 Milliarden US-Dollar völlig ein. Im Cloud-Segment verkaufte Intel gleich 29 Prozent weniger Chips und im Enterprise-Segment ging die Stückzahl um 20 Prozent zurück; einzig die Communication-Sparte legt 5 Prozent zu. Die durchschnittlichen Preise sind 14 Prozent niedriger.

Die Konkurrenz wird immer stärker

Warum die Zahlen der DCG so schlecht ausfallen, ist klar: AMD konnte mit den Epyc 7002 alias Rome und den neuen Epyc 7003 alias Milan seinen Marktanteil deutlich ausbauen, hinzu kommen immer stärkere ARM-Designs wie AWS' Graviton2 oder Amperes Altra.

  • Präsentation zu Q1/2021 (Bild: Intel)
  • Umsatz in Q1/2021 (Bild: Intel)
  • Umsatz der CCG in Q1/2021 (Bild: Intel)
  • Umsatz der DCG in Q1/2021 (Bild: Intel)
  • Umsatz weiterer Sparten in Q1/2021 (Bild: Intel)
  • Ausblick auf Q2/2021 (Bild: Intel)
Umsatz der CCG in Q1/2021 (Bild: Intel)
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Zwar hat Intel mit den Ice Lake SP neue bis zu 40-kernige CPU, die sind jedoch abseits spezieller Workloads chancenlos gegen AMDs Epyc 7003 - zumindest an der Leistungsspitze. Im mittleren Segment können die Xeon Gold gut mithalten, dazu musste Intel allerdings die Preise stark senken.

Intel-Prozessoren

Ungeachtet dessen sagt CEO Pat Gelsinger: "The Intel innovation machine is fired up", und bezieht sich damit auf 2022 sowie 2025. Dann soll mit Sapphire Rapids das nächste Server-Design erscheinen, gefolgt von allerhand weiteren Rapids-Modellen. Im Desktop-Segment erscheint 2021 noch Alder Lake mit Hybrid-Kernen, für 2023 ist mit Meteor Lake der erste 7-nm-Prozessor geplant. Zudem sei Intel für die erneuerten Foundry Services (IFS) mit über 50 möglichen Kunden im Gespräch.

Für das zweite Quartal 2021 erwartet Intel einen Umsatz von rund 18,9 Milliarden US-Dollar.

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