Quartalszahlen: Intel verschleiert künftig Verluste der Smartphone-Sparte
Intel hat eine Änderung seiner Quartalszahlenreporte angekündigt(öffnet im neuen Fenster) : Der Konzern legt die für Smartphones, Tablets und Modems verantwortliche Sparte mit dem Notebook- und Consumer-Prozessor-Bereich zusammen, die Resultate werden also nicht mehr wie bisher getrennt ausgewiesen. Die Mobile and Communications Group hatte im vergangenen Jahr kaum Umsatz, dafür aber über 4 Milliarden US-Dollar Verlust gemacht.
Die neu gegründete Client Computing Group kombiniert künftig die Quartalsresultate der Mobile and Communications Group und der PC Client Group, Letztere war 2014 sehr erfolgreich: Etwa die Hälfte seines Umsatzes generierte Intel im Client-Segment, es kann also die Verluste der ehemaligen Mobile and Communications Group problemlos abfangen.

Weiterhin eigenständig bleibt die Data Center Group (Server, Enterprise-Storage, Cloud und Netzwerk), die Internet of Things Group, Software und Service inklusive McAfee sowie All Other. Dahinter verbirgt sich das Flash-Geschäft, auch Chips für Wearables werden in dieses Geschäftsfeld einsortiert.
Für das erste Quartal 2015 erwartete Intel einen Umsatz von 13,2 bis 14,2 Milliarden US-Dollar bei einer Marge von 60 Prozent, senkte die Erwartungen(öffnet im neuen Fenster) aber Mitte März 2014 um 900 Millionen US-Dollar. Als Grund nannte Intel unter anderem eine geringere Nachfrage bei Desktop-PCs, also genau in der Sparte, welche die Verluste der Mobile-Gruppe verschleiern soll.
Auf dem Papier machen also künftig alle Geschäftsbereiche von Intel Gewinn, die öffentliche Kritik an der Mobile-Sparte dürfte geringer werden, da deren Zahlen nicht mehr aus den Quartalsmeldungen herauszulesen sind.
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