Quartalszahlen: Intel schwächelt und erwartet mehr Konkurrenz

Auch wenn Intel 2018 einen Rekordumsatz erzielen konnte, war das vierte Quartal weniger stark als gedacht. 2019 wird AMD zudem im Server-Segment wachsen, weshalb Intel kaum Wachstumschancen sieht.

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Intel-Headquarter im kalifornischen Santa Clara
Intel-Headquarter im kalifornischen Santa Clara (Bild: Intel)

Intel hat die Geschäftsergebnisse für das vierte Quartal 2018 veröffentlicht: Der CPU-Hersteller hat 18,66 Milliarden US-Dollar umgesetzt und damit etwas weniger als von den Anlegern erwartet. Der Gewinn lag bei 6,22 Milliarden US-Dollar statt bei 5,37 Milliarden US-Dollar, also deutlich über dem Vorjahresquartal. Das reicht für einen neuen Rekord, mehr Umsatz als 2018 erzielte Intel noch nie. Der Ausblick auf 2019 ist aber zurückhaltend.

Dass der Umsatz im vierten Quartal 2018 geringer ausfiel als erwartet, führte Intel auf das schlechtere Geschäft in China und weniger abgesetzte Modems für Apples iPhones zurück, wobei in diesem Fall beides anteilig zusammenhängt. Überdies wurde NAND-Flash-Speicher wieder günstiger, was sich ebenfalls negativ auf Intels Zahlen auswirkt. Verglichen zum Vorjahr konnten dennoch alle Segmente zulegen, aber eben nicht im erwarteten Ausmaß.

Das Kerngeschäft mit Client- sowie Server-CPUs läuft weiterhin gut, allerdings wird 2019 ein schweres Jahr für Intel: Die neuen Ice Lake genannten 10-nm-Prozessoren erscheinen erst zum Weihnachtsgeschäft und bis dahin sorgt die 14-nm-Knappheit für eine schlechte Lieferbarkeit bestimmter Chip-Familien. Die OEMs greifen daher im Zweifel vermehrt zur Konkurrenz und damit zu AMD. Die bringen im Sommer zudem die intern Rome genannte zweite Generation an Epyc-CPUs für Server mit gleich 64 Kernen auf den Markt. Intel kann hier 28 Kerne und später im Jahr zumindest 48 Kerne entgegenstellen.

Folgerichtig fällt der Ausblick für das erste Quartal 2019 mit einem Umsatz von 16 Milliarden US-Dollar sehr verhalten aus. Für das komplette Jahr geht Intel von 71,5 Milliarden US-Dollar aus, was verglichen mit den 70,8 Milliarden US-Dollar von 2018 eine kaum nennenswerte Steigerung ist.

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torrbox 28. Jan 2019

Das ist eine Steigerung von nichtmal 1%, was unter Inflationsniveau liegt. Außerdem zählt...

hierurl 26. Jan 2019

Wie erwartet sind die Jammertypen schon da und suchen mit einer Lupe die kleinsten Fehler...

Vollpfosten... 26. Jan 2019

Heißt es nicht "als wie gedacht"? :-P

norbertgriese 25. Jan 2019

Damit bleibt alles so wie immer. Norbert



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