Quartalszahlen: Intel muss eine Milliarde US-Dollar für Entlassungen zahlen
Der Prozessorhersteller Intel hat die Geschäftszahlen des zweiten Quartals 2016 bekanntgegeben (PDF(öffnet im neuen Fenster)): Verglichen mit dem Vorjahr stieg der Umsatz leicht von 13,2 auf 13,5 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn halbierte sich allerdings von 2,9 auf 1,32 Milliarden US-Dollar. Hintergrund sind einmalige Zahlungen, da Intel 6.000 der geplanten 12.000 Entlassungen getätigt hat. Durch diesen radikalen Schritt solle der Hersteller führend in einer "smarten, vernetzen Welt" werden, sagte Intel-CEO Brian Krzanich vor einigen Wochen.
Rein von den operativen Zahlen her hat sich Intel leicht gesteigert. Die Client Computing Group (Desktop- und Notebook-Chips) verlor zwar etwas und setzte 7,34 statt 7,54 Milliarden US-Dollar bei einem Gewinn von 1,91 statt 1,6 Milliarden US-Dollar um. Die Data Center Group (Server-CPUs) aber verzeichnet ein leichtes Plus von 3,85 auf 4,03 Milliarden US-Dollar bei einem Gewinn von 1,77 statt 1,84 Milliarden US-Dollar. Hintergrund ist die Auslieferung der Broadwell-EP/-EX alias Xeon E5 v4 und Xeon E7 v4 für Multi-Sockel-Systeme.
Kaby Lake für Notebooks und LTE-Modems für Apples iPhone
Die Non-Volatile Memory Solutions Group (Flash-Speicher und SSDs) fuhr bei einem Umsatz von 554 Millionen US-Dollar einen Verlust von 224 Millionen US-Dollar ein, auch die Programmable Solutions Group (FPGAs) wies rote Zahlen aus. Die Security Group machte Plus, dabei hatte die FT noch vor wenigen Wochen berichtet, Intel plane McAfee zu verkaufen.
Dafür gibt es Neuigkeiten zu Kaby Lake: Die Notebook-Chips wurden an die OEMs ausgeliefert, die Yield-Rate soll gar höher gewesen sein als vorgesehen. Obendrein hat Intel begonnen, LTE-Modems vom Typ XMM 7360 zu verschicken, die hartnäckigen Gerüchten zufolge in Apples nächstem iPhone stecken sollen; zeitlich würde das ziemlich genau passen.
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