Quartalszahlen: Intel legt 19-Milliarden-USD-Rekord vor

Ungeachtet der 14-nm-Knappheit und diverser Sicherheitslücken konnte Intel im dritten Quartal 2018 mehr Umsatz erwirtschaften und mehr Gewinn erzielen als jemals zuvor. Vor allem das florierende Server-Geschäft wird bei Intel immer wichtiger.

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Rückseite eines Core i9-9980XE
Rückseite eines Core i9-9980XE (Bild: Intel)

Einen Tag nach AMD hat auch Intel die Zahlen für das dritte Quartal 2018 vorgelegt (PDF): Der Prozessor-Hersteller konnte einen Rekordumsatz von 19,16 Milliarden US-Dollar generieren und machte dank einer auf über 64 Prozent gestiegenen Marge einen Gewinn von 6,4 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahresquartal hatte Intel noch 16,15 Milliarden US-Dollar umgesetzt und 4,52 Milliarden US-Dollar eingenommen. Zwei der Hauptgründe für den Rekord ist die stetig wachsende Data Center Group mit ihren Xeon-CPUs für Server und der LTE-Modem-Deal mit Apple.

Die DCG legte um 24 Prozent zu und setzte 6,1 Milliarden US-Dollar statt 4,9 Milliarden US-Dollar bei 3,1 Milliarden US-Dollar statt 2,3 Milliarden US-Dollar Gewinn um. Insbesondere das Geschäft mit Chips für Cloud-Computing ist hier wichtig, diese Teilgruppe der DCG steigerte den Umsatz um gleich 50 Prozent. Intel verkauft hier diverse Xeon-Modelle mit bis zu 28 Kernen für zwei oder vier Sockel, die direkte Konkurrenz in Form von AMDs Epcy-CPUs ist trotz guter Preise und Leistung weiterhin gering.

Bei der Client Computing Group lag der Umsatz bei 10,23 Milliarden US-Dollar statt bei 8,86 Milliarden US-Dollar und der Gewinn wuchs von 3,6 Milliarden US-Dollar auf 4,53 Milliarden US-Dollar. Neuerdings verbucht Intel die hauseigenen Modems in dieser Sparte, der Umsatz mit Basebands schnellte um 66 Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar nach oben. Das XMM 7560 genannte LTE-1-GBit/s-Modem steckt im iPhone Xs (Max) und im iPhone Xr. Bei Notebooks-Chip stieg der Umsatz um 13 Prozent, bei Desktop-Prozessoren um 9 Prozent. Auch die Internet of Things Group, die Non-Volatile Memory Solutions Group für 3D-Xpoint und NAND-Flash-Speicher sowie die Programmable Solutions Group für FPGAs konnten ihren Umsatz steigern.

Neue Chips wie der Core i9-9900K (Test) sind schlecht lieferbar und (daher) teuer, weil Intel die CPU noch im 14-nm-Verfahren fertigt. Der 10-nm-Node läuft immer noch nicht, weshalb der Hersteller auf die alte Technik setzen muss und hier an seine Kapazitätsgrenze stößt. Dem Ausblick schadet das nicht: Für das vierte Quartal 2018 geht Intel von 19 Milliarden US-Dollar Umsatz aus.

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