Quartalszahlen: Intel kündigt Meltdown/Spectre-Hardware-Fix an

Intel hat die Zahlen zum vierten Quartal 2017 veröffentlicht und versprochen, dass noch 2018 erste Prozessoren erscheinen sollen, die Hardware-Änderungen aufweisen, um die Chips gegen Meltdown und Spectre zu härten. " Wir arbeiten daran, in zukünftigen Produkten auf Hardware-Ebene direkt gegen diese Bedrohung vorzugehen(öffnet im neuen Fenster) " , sagte Intel-Firmenchef Brian Krzanich. Wie der Fix aussehen soll und welche Prozessoren ihn nutzen werden, teilte er nicht mit. Vermutlich sind unter anderem die Server-Chips namens Cascade Lake gemeint, denn hier kann sich Intel keine angreifbare Generation leisten.

Auch wenn Meltdown und Spectre sicherlich Intels Quartalszahlen beeinflussen werden, das vergangene war ein Rekord ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ): Der Hersteller setzte 17,05 Milliarden US-Dollar um und generierte 5,37 Milliarden US-Dollar Gewinn. Im Vorjahresquartal waren es 16,37 und 4,53 Milliarden US-Dollar. Wie üblich ist die Consumer-Sparte stärker als das Server-Geschäft, wenngleich Erstere verglichen zum vierten Quartal 2017 weniger Gewinn und Umsatz aufweist.
Die PC Client Group erwirtschaftete 8,95 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 3,26 Milliarden US-Dollar. Relevante Produkte sind dabei die Coffee Lake genannten Prozessoren, etwa der Core i7-8700K (Test) , und der Kaby Lake Refresh , also 15-Watt-Quadcores für Ultrabooks. Die Data Center Group kam auf 5,58 Milliarden US-Dollar Umsatz und 2,99 Milliarden US-Dollar Gewinn, was auf die neuen Xeons-CPUs (Skylake-SP) zurückzuführen ist. Die weiteren Sparten, etwa Flash-Speicher und Internet der Dinge, konnten zulegen.
Aufgrund einer Steuerreform von US-Präsident Donald Trump hat Intel im vierten Quartal 2017 einmalig 5,4 Milliarden US-Dollar abgeschrieben. Künftig sinkt aber die Unternehmenssteuer von rund 20 Prozent auf nur noch 14 Prozent. Für das erste Quartal 2018 erwartet Intel einen Umsatz von 15 Milliarden US-Dollar, das wäre ein bisschen mehr als im Vorjahr .