Quartalszahlen: Google lässt sich Entlassungen 2,1 Milliarden kosten
Der Google-Konzern Alphabet hat am Dienstag seine aktuellen Geschäftszahlen(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht - und die Aktionäre trotz positiver Entwicklungen enttäuscht. Der Umsatz stieg über die drei letzten Monate des Jahres 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 86,3 Milliarden US-Dollar, der Gesamtjahresumsatz lag mit einem Plus von 9 Prozent bei 307 Milliarden US-Dollar.
Den größten Anteil der Quartalsumsätze machte weiterhin das Werbegeschäft aus. Hier stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar um fast 6 Milliarden auf 65,5 Milliarden US-Dollar, verfehlte jedoch die Erwartungen von Analysten, die mit 65,9 Milliarden US-Dollar gerechnet(öffnet im neuen Fenster) hatten. Der Aktienkurs von Alphabet sank im nachbörslichen Handel um 6 Prozent.
CEO Sundar Pichai freute sich dennoch über "die anhaltende Stärke" des Suchmaschinengeschäfts und den wachsenden Beitrag von Youtube und Cloud am Umsatz. "Jeder dieser Bereiche profitiert bereits von unseren KI-Investitionen und Innovationen" , so Pichai. Mit Googles neuem im vergangenen Dezember vorgestellten Sprachmodell Gemini stehe dem Konzern "das Beste noch bevor."
Umsatz mit Cloud und Youtube steigt
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz mit dem gesamten Cloudgeschäft von 7,3 Milliarden auf rund 9,2 Milliarden US-Dollar an. Gemessen am Gesamtumsatz des Internetkonzerns ist das noch immer vergleichsweise wenig. Konkurrent Microsoft setzte mit seinem Cloudgeschäft im selben Zeitraum 33,7 Milliarden US-Dollar um.
Das Google-One-Abonnement, zu dem auch Cloudspeicher gehört, erreichte laut Google erstmals 100 Millionen Nutzer(öffnet im neuen Fenster) . Abonnements brachten über das gesamte Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 15 Milliarden US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) ein. Allerdings schlüsselt der Konzern nicht auf, welcher Anteil auf welchen Dienst fällt. Dazu gehören unter anderem Youtube Premium und Youtube Music.
Zehntausende Angestellte weniger kosten mehrere Milliarden US-Dollar
CFO Ruth Porat sagte, Alphabet bleibe angesichts der aus ihrer Sicht sehr starken Quartalszahlen weiter dem Ziel verpflichtet, die "Kostenbasis dauerhaft zu optimieren, während wir investieren, um unsere Wachstumsmöglichkeiten zu unterstützen." Vor einem Jahr kündigte Alphabet den Abbau von 12.000 Arbeitsplätzen an .
Diese Sparmaßnahme schlug sich zunächst mit einem Negativposten im Geschäftsbericht nieder: Alphabet bezahlte im Jahr 2023 rund 2,1 Milliarden US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) für Abfindungen und andere mit den Entlassungen verbundene Kosten. Allein im Januar 2024 kamen weitere 700 Millionen US-Dollar dazu.
In diesem Jahr stimmte Sundar Pichai die Belegschaft auf weitere Kürzungen ein . Als erste davon hatte der Konzern zum Jahresanfang diverse Hardware-Teams von Pixel-, Nest- und Fitbit-Produkten zusammengestrichen .



