Quartalszahlen: AMDs vorerst letztes schlechtestes Quartal

AMD hat die Zahlen für das erste Quartal 2016 veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) : Mit einem Umsatz von 832 Millionen US-Dollar hat der Hersteller das bisher schlechteste Resultat aufgestellt. Der Verlust beläuft sich auf 68 Millionen US-Dollar. Im Vorjahresquartal hatte AMD noch 1,03 Milliarden US-Dollar Umsatz sowie 180 Millionen US-Dollar Verlust gemeldet. Die aktuellen Zahlen fallen schlecht aus, weil das erste Quartal 12 statt 13 Wochen umfasst. Der nicht ganz so hohe Verlust ist dem neuen Joint-Venture mit der chinesischen Investorengruppe Thatic zu verdanken, das AMD 293 Millionen US-Dollar einbringt.











Joint-Venture soll Custom-SoC-Business weiter stärken
Gemeinsam mit der Tianjin Haiguang Advanced Technology Investment Corporation (Thatic) wird AMD maßgeschneiderte Systems-on-a-Chip mit x86-Technik entwickeln, die für den chinesischen Server-CPU-Markt gedacht sind. Abseits der einmaligen Lizenzzahlung erwartet AMD Gebühren durch den Verkauf der neuen Custom-SoCs. Generell ist diese Sparte für knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes, 372 von 832 Millionen US-Dollar, und einen kleinen Gewinn von 16 Millionen US-Dollar verantwortlich.
In die Sparte Enterprise, Embedded and Semi-Custom fallen die Konsolen-SoCs für die Playstation 4 und die Xbox One. Die Chips von Nintendos NX oder Sonys Neo-Plattform sollen Custom-SoCs von AMD sein, im Earnings Call gab es am Rande einen Hinweis darauf. Das zweite Geschäftssegment, Computing and Graphics, weist schlechte Zahlen aus: Der Umsatz von 460 Millionen US-Dollar bei einem Verlust von 70 Millionen US-Dollar überrascht nicht. Neue Produkte wie der Athlon X4 845 sind nicht relevant genug, um nennenswert positiven Einfluss zu haben, obgleich sich diese Prozessoren gut verkaufen sollen.











Polaris bringt erst ab Q3/2016 richtig Umsatz
Für das zweite Quartal erwartet AMD einen Umsatzanstieg vor allem durch das Custom-SoC-Business. Die im Sommer 2016 erscheinenden Polaris -Grafikkarten sollen aber ebenfalls ihren Anteil beitragen. Der Hersteller geht jedoch davon aus, dass die Pixelbeschleuniger erst ab dem dritten Quartal 2016 größeren Einfluss haben werden, was angesichts eines angeblichen Starts im Juni wenig verwundert. Zu auf der Zen-Technik basierten CPUs sagte AMD, man sei im Zeitplan. Ende des Jahres sollen erste Prozessoren erscheinen.
Die neue Grafikkarten-Roadmap gibt ein paar mehr Details zu den beiden Polaris-GPUs preis, beim Computing- und den Datacenter-Ausblick bleibt alles wie gehabt. Im Frühsommer erscheint Bristol Ridge für den Desktop-Sockel AM4 und für Notebooks mit FP4-Fassung, später im Jahr Summit Ridge alias Zen-FX und 2017 dann die passenden Zen-Opterons sowie ein SoC für HPC .
Für das aktuell laufende zweite Quartal 2016 erwartet AMD einen 12 bis 18 Prozent höheren Umsatz verglichen mit dem vergangenen ersten.