Quartalszahlen: AMDs Umsatz bei CPUs verdoppelt sich
AMD hat die Resultate des ersten Quartals 2018(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht und die Erwartungen der Anleger übertroffen: Verglichen mit dem Vorjahresquartal und unter Berücksichtigung des neuen Rechnungslegungsstandards ASC 606 stieg der Umsatz von 1,178 Milliarden US-Dollar auf 1,647 Milliarden US-Dollar, und statt einem Verlust von 33 Millionen US-Dollar machte der Hersteller rund 88 Millionen US-Dollar Gewinn. Hintergrund ist der fast verdoppelte Umsatz in der CPU- und GPU-Sparte.
Statt 573 Millionen US-Dollar stehen dort 1.115 Millionen US-Dollar zu Buche, der Gewinn betrug 138 Millionen US-Dollar statt 21 Millionen US-Dollar Verlust. Diese Zahlen umfassen die älteren Ryzen 1000 (Summit Ridge), die Ryzen 2000 mit Grafikeinheit (Raven Ridge Desktop & Raven Ridge Mobile) sowie Polaris-basierte Grafikkarten wie die Radeon RX 580/570 und die Vega-Modelle wie die Radeon RX Vega 64/56. Die Nachfrage sei vor allem auf Gaming und Crypto-Mining zurückzuführen. Die neuen Ryzen 2000 (Pinnacle Ridge) sind am Umsatzanstieg kaum beteiligt, da sie erst vor wenigen Tagen auf den Markt kamen.

Das Server- und Semi-Custom-Segment setzte 532 Millionen US-Dollar statt 605 Millionen US-Dollar um, der Gewinn verringerte sich von 55 Millionen US-Dollar auf 14 Millionen US-Dollar. AMD betonte, dass sich der Umsatz mit den Epyc-CPUs verglichen zum vierten Quartal 2017 verdoppelt habe und auch Embedded-SoCs wie die Ryzen V1000 gut liefen. Bedingt durch die mittlerweile seit Jahren verfügbare Playstation 4 und Xbox One sowie die mittlerweile etablierte Playstation 4 Pro (Test) und Xbox One X (Test) fielen Umsatz und Gewinn im Konsolengeschäft niedriger aus – das war aber zu erwarten.
AMD nutzt die guten Zahlen der vergangenen Monate, um das Budget für Forschung und Entwicklung (R&D) zu erhöhen: Es betrug 343 Millionen US-Dollar im ersten Quartal 2018 statt 271 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Für das zweite Quartal 2018 geht AMD von einem Umsatz von 1,725 Milliarden US-Dollar und damit einem Anstieg von etwa 50 Prozent im Jahresvergleich aus.
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