Quartalszahlen: AMD will bei Konsolen stark wachsen

AMD hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2013 weiterhin Verluste hinzunehmen. Ein Jahr zuvor betrug das Defizit 590 Millionen US-Dollar, nun sind es nur noch 146 Millionen. Der Umsatz sackte im Jahresvergleich um 31 Prozent auf 1,09 Milliarden US-Dollar ab, wie AMD nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Die Aktie sank nachbörslich um knapp drei Prozent.
AMD-Chef Rory Read versprach Besserung in diesem Jahr: "Wir haben unseren Umbau weitgehend abgeschlossen." Jetzt seien neue Produkte in der Pipeline, die das Geschäft ankurbeln würden. Neben dem schwachen PC-Markt setzt AMD unter anderem auf Spielekonsolen und sicherte sich einen Platz in Sonys anstehender Playstation 4. Unbestätigten Angaben zufolge arbeitet auch die nächste Xbox mit einem AMD-Baustein. Rory Reads Ziel ist es, mit AMD bis zum Jahresende rund ein Fünftel der Umsätze außerhalb des PC-Marktes zu erwirtschaften.
Einbruch beim Absatz von Prozessoren
Der Absatz von Notebooks und Desktoprechnern fiel im vergangenen Quartal den Marktforschern von IDC zufolge um fast 14 Prozent und damit so stark wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen vor fast 20 Jahren. Bei AMD brach der Umsatz im Kerngeschäft mit Prozessoren um 37,5 Prozent auf 751 Millionen Dollar ein. Es gab einen operativen Verlust von 39 Millionen Dollar nach schwarzen Zahlen von 124 Millionen ein Jahr zuvor. Beim Branchenprimus Intel, der mehr als 80 Prozent des Marktes für PC-Prozessoren hält und bisher besser als AMD durch die Branchenflaute kam, sackte der Gewinn im vergangenen Quartal um ein Viertel ab.