Quartalszahlen: AMD wartet auf Zen-2-CPUs und Navi-GPUs

Im ersten Quartal 2019 fielen Umsatz und Gewinn von AMD niedriger aus als im Vorjahr. Der Hersteller befindet sich in einer Übergangszeit, erst ab Herbst sollen die Zahlen wieder deutlich besser werden.

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Ein Rome-Epyc mit vier 8-Kern-Chiplets und einem I/O-Die
Ein Rome-Epyc mit vier 8-Kern-Chiplets und einem I/O-Die (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

AMD hat die Geschäftsergebnisse für das erste Quartal 2019 veröffentlicht, welche wie erwartet schwach ausfielen: Der Umsatz reduzierte sich verglichen zum Vorjahr von 1,647 Milliarden US-Dollar auf 1,272 Milliarden US-Dollar und der Gewinn ging von 81 Millionen US-Dollar auf 16 Millionen US-Dollar zurück. Seit vergangenem Frühling hat AMD keine wirklich neuen Grafikkarten oder Prozessoren mehr vorgestellt, der Server-Markt reagiert sehr langsam und neue Konsolen erscheinen erst 2020.

Ein Blick auf die einzelnen Segmente bestätigt das: Computing and Graphic, also CPUs und GPUs für Endkunden, machte nur noch 831 Millionen US-Dollar Umsatz statt 1,115 Milliarden US-Dollar und der Gewinn betrug magere 16 Millionen US-Dollar statt 138 Millionen US-Dollar. Für das zweite Quartal 2019 erwartet AMD nur etwas bessere Zahlen, denn erst im dritten Quartal erscheinen die Ryzen 3000 alias Matisse genannten CPUs mit Zen-2-Architektur und GPUs mit Navi-Technik. Beide Chipfamilien werden in 7 nm gefertigt, angeblich soll der Marktstart daher am 07.07.2019 erfolgen.

Bei Enterprise, Embedded and Semi-Custom, also dem Geschäft mit Server- und Konsolen-Chips, generierte AMD einen Umsatz von 441 Millionen US-Dollar statt 532 Millionen US-Dollar, der Gewinn stiegt von 14 Millionen US-Dollar auf 68 Millionen US-Dollar. Davon entfallen allerdings 60 Millionen US-Dollar auf eine einmalige Lizenzzahlung von Thatic: Mit Hygon hat dieses Joint Venture eine Tochter, die in China basierend auf AMDs Zen-Architektur eigene Chips für Server baut, die Dhyana-CPUs.

Erst im dritten Quartal soll AMDs nächste Epyc-Generation alias Rome als Nachfolger des bisherigen Naples-Designs erscheinen, diese haben bis zu 64 Kerne und eine verdoppelte Gleitkomma-Performance. Gute Nachrichten für AMD: Bei den AWS (Amazon Web Services) gibt es weitere buchbare Instanzen mit den Epyc-Chips, die T3a für die EC2 (Elastic Compute Cloud). Intel hat derweil die Cascade Lake AP/SP veröffentlicht, die Prozessoren haben bis zu 56 Kerne, sind aber extrem teuer.

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