Quartalszahlen: AMD macht weniger Umsatz und streicht rund 700 Stellen

Im dritten Quartal des Jahres 2014 hat AMD rund 2 Prozent weniger Umsatz gemacht, blieb dabei aber noch knapp profitabel. Deshalb sollen 7 Prozent der Arbeitsplätze abgebaut werden, was noch bis zum Jahresende erfolgen soll. Dabei sind auch Abfindungen eingeplant.

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SoCs wie jenes in der PS4 stützen AMD.
SoCs wie jenes in der PS4 stützen AMD. (Bild: Chipworks)

Ein frohes Fest wird es für einen Teil der Belegschaft von AMD wohl kaum geben: Sieben Prozent seiner Mitarbeiter will der Chiphersteller entlassen. Derzeit sind 10.149 Menschen für AMD tätig, 710 sollen also gehen. Dies geht aus der Bilanz für das dritte Quartal 2014 hervor.

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Die Restrukturierung soll noch im vierten Quartal 2014 vollzogen werden, und wie üblich belastet sie das Unternehmen zunächst weiter: 34 Millionen US-Dollar sind für Abfindungen im Jahr 2014 vorgesehen, weitere 20 Millionen kommen in der ersten Hälfte des Jahres 2015 hinzu. Wenn die Geschäftsentwicklung wie bisher verläuft, könnte AMD dadurch wieder in die roten Zahlen rutschen, denn im dritten Quartal 2014 machte das Unternehmen nur 17 Millionen US-Dollar Gewinn. Auch bei seinen Immobilien will AMD sparen, was wohl bedeutet, dass einige eigene Gebäude verkauft werden. Zahlen nannte das Unternehmen dazu aber noch nicht.

Die gibt es aber für die beiden Hauptabteilungen des Unternehmens. Mit Prozessoren und GPUs für PCs machte AMD nur noch 781 Millionen US-Dollar Umsatz, gegenüber 925 Millionen im Vorjahresquartal. Dadurch ergab sich ein Verlust von 17 Millionen. Der Chiphersteller macht dafür die anhaltend schwache Nachfrage nach PCs verantwortlich, aber auch einen gesunkenen Durchschnittspreis für GPUs.

Konsolen-SoCs weiter erfolgreich

Besser liefen die Geschäfte mit Serverprozessoren, Embedded-Lösungen und der Semi Custom Unit. In dieser betreibt AMD auch die Arbeit an Konsolen-SoCs, die in Playstation 4 und Xbox One stecken. Das war mit der Vorstellung der Spielemaschinen Ende 2013 kein Strohfeuer, denn im dritten Quartal 2013 setzte AMD mit der Abteilung nur 536 Millionen US-Dollar um, nun waren es 648 Millionen.

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Insgesamt erzielte AMD im dritten Quartal 2014 einen Umsatz von 1,43 Milliarden US-Dollar, im vorherigen Dreimonatszeitraum waren es noch 1,44 Milliarden, und im Vorjahresquartal 1,46 Milliarden. Der Gewinn beträgt jetzt immerhin noch 17 Millionen, nachdem das Unternehmen im zweiten Quartal 2014 Verluste von 63 Millionen verkraften musste. Vor einem Jahr war AMD dagegen mit 48 Millionen Gewinn noch deutlich profitabler.

Damit stehen schwere Aufgaben vor der neuen Konzernchefin Lisa Su, die eine Woche vor Bekanntgabe der Quartalszahlen überraschend die Position des CEO übernommen hatte. Ihr Vorgänger Rory Read hatte das Unternehmen konsequent auf die Entwicklung der Semi-Custom-Chips ausgerichtet, bisher gibt es keine Anzeichen, dass Su diesen Kurs ändern wird.

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