Quartalszahlen: AMD macht ein Viertel mehr Umsatz
AMD hat seinen Bericht für das dritte Quartal 2017 veröffentlicht (PDF(öffnet im neuen Fenster)): Verglichen mit dem Vorjahresquartal stieg der Umsatz um 26 Prozent von 1,31 auf 1,64 Milliarden US-Dollar, und statt eines Verlusts von 406 Millionen US-Dollar konnte AMD einen Gewinn von 71 Millionen US-Dollar einfahren. Die knappe halbe Milliarde Minus im Vorjahresquartal ist aber unter anderem Zahlungen an Auftragsfertiger Globalfoundries im Rahmen des Wafer Supply Agreement geschuldet, also eine Investition in die Zukunft.
Der übliche Blick in die einzelnen Sparten zeigt teils hervorragende Resultate: Bei Computing and Graphics, also Desktop- sowie Notebookprozessoren und Grafikchips, konnte AMD den Umsatz von 472 auf 819 Millionen US-Dollar nahezu verdoppeln. Der Gewinn betrug 70 Millionen US-Dollar, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 66 Millionen US-Dollar verbucht worden war. Auch verglichen mit dem zweiten Quartal 2017 stiegen Umsatz und Gewinn kräftig an – warum, ist klar: AMD verkaufte mehr Ryzen 7 (1800X & 1700/X), mehr Ryzen 5 (1600X & 1500X), die neuen Ryzen 3 (1300X & 1200), mehr Radeon RX 500 und vor allem erstmals überhaupt Vega 64 sowie Vega 56. Obendrein hat AMD begonnen, Ryzen Mobile für Notebooks zu verkaufen. Erste Geräte sollen noch 2017 erscheinen, die teureren Modelle dann Anfang 2018.
Bei Enterprise, Embedded and Semi-Custom – also Konsolen und Servern – blieb der Umsatz mit 824 zu 835 Millionen US-Dollar ähnlich, der Gewinn sank jedoch von 136 auf 84 Millionen US-Dollar. Zwar hat AMD die Epyc-CPUs für Server veröffentlicht und erste Kunden gewinnen können, im Vorjahresquartal wurden aber mehr SoCs verkauft. Beim Vergleich mit dem zweiten Quartal 2017 wird klar, dass die Konsolensaison wieder beginnt, insbesondere die Chips für Microsofts Xbox One X hat AMD ausgeliefert. Auch professionelle Beschleuniger wie die Radeon Instinct MI25 für Machine Learning werden verkauft – Kunden dafür sind unter anderem Baidu sowie Microsoft und Tencent.

Für das vierte Quartal 2017 erwartet AMD einen um 26 Prozent steigenden Umsatz verglichen mit dem Vorjahresquartal, das allerdings 14 statt 13 Wochen aufwies. Der Gesamtumsatz 2017 soll um über 20 Prozent steigen.
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