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Quartalsbilanz: Apple wächst trotz schwächerem China-Geschäft

Apple steigert seinen Umsatz und Gewinn deutlich, obwohl das China-Geschäft zurückgeht. Für das Weihnachtsquartal erwartet der Konzern neue Rekorde.
/ Przemyslaw Szymanski , dpa
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Das iPhone bringt Apple immer noch das meiste Geld ein. (Bild: Michael M. Santiago/Getty Images)
Das iPhone bringt Apple immer noch das meiste Geld ein. Bild: Michael M. Santiago/Getty Images

Apple ist im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 trotz Schwierigkeiten in China wie erwartet gewachsen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um acht Prozent auf 102,5 Milliarden US-Dollar (89 Milliarden Euro), wie der iPhone-Hersteller am 30. November 2025 in Cupertino mitteilte(öffnet im neuen Fenster) . Der operative Gewinn kletterte in den drei Monaten bis zum 27. September um knapp zehn Prozent auf 32,4 Milliarden US-Dollar.

Insgesamt verdiente der Konzern dank einer deutlich niedrigeren Steuerbelastung 27,5 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 86 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und das, obwohl das China-Geschäft schwächer verlief als erwartet: Dort sank der Umsatz um 3,6 Prozent auf knapp 14,5 Milliarden US-Dollar – rund zwei Milliarden US-Dollar weniger als von Analysten prognostiziert. Apple steht dort zunehmend unter Druck durch einheimische Hersteller, rechnet für das laufende Quartal jedoch mit einer stabilen Nachfrage.

Mit dem Abschluss des Geschäftsjahres 2024/25 zog Apple auch insgesamt eine positive Bilanz: Der Konzern erzielte einen Jahresgewinn von 112 Milliarden US-Dollar, fast ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Der Jahresumsatz stieg um sechs Prozent auf 416 Milliarden US-Dollar. Das Dienstleistungsgeschäft – etwa mit Abos für Musikstreaming, Online-Speicher oder Fitness-Angeboten – überschritt erstmals die Marke von 100 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz.

Apple erwartet Rekord-Weihnachtsgeschäft

Für das laufende Quartal stellt sich Apple auf das bisher beste Weihnachtsgeschäft seiner Unternehmensgeschichte ein. Der Konzern prognostizierte ein Umsatzplus von zehn bis zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum – deutlich mehr als die von Analysten im Schnitt erwarteten sechs Prozent. Vor allem die neuen iPhone-Modelle treiben das Geschäft an. Beim iPhone rechnet Apple nach den jüngsten Aussagen von Tim Cook(öffnet im neuen Fenster) mit einem zweistelligen Umsatzwachstum.

Der Konzern hatte im September das Standard-Modell des iPhone 17 aufgewertet, bei der teureren Pro-Version unter anderem die Kamera stark verbessert – und auch ein extrem dünnes neues Modell mit dem Namen iPhone Air herausgebracht. Schon im abgelaufenen Quartal, in dem die neuen Geräte erst wenige Wochen verfügbar waren, stiegen die iPhone-Erlöse um sechs Prozent auf gut 49 Milliarden US-Dollar.

Trotz dieser positiven Entwicklung muss sich Apple weiterhin mit externen Belastungen auseinandersetzen. Belastend wirkten zuletzt die von US-Präsident Donald Trump verhängten Importzölle. Im vergangenen Quartal verursachten sie Zusatzkosten von 1,1 Milliarden US-Dollar; für das laufende Vierteljahr rechnet Apple mit weiteren 1,4 Milliarden US-Dollar. Apple produziert seine Geräte überwiegend in Asien – unter anderem in China, Indien und Vietnam.

An der Börse kamen die Zahlen gut an: Die Apple-Aktie legte nachbörslich um rund drei Prozent auf 280 US-Dollar zu und lag damit leicht über dem im regulären Handel erreichten Rekordhoch von 274,14 US-Dollar.


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