Quartalsbericht: Vodafones Mobilfunkumsatz sinkt in Coronakrise

Bei Vodafone Deutschland ist der Mobilfunk-Service-Umsatz im zweiten Kalenderquartal um 3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gesunken, obwohl die Anzahl der Vertragskunden um 2,9 Prozent auf 18,8 Millionen anstieg. Das gab das Unternehmen am 24. Juli 2020 bekannt(öffnet im neuen Fenster) .
"Der Rückgang beim Roaming drückt auf den Mobilfunk-Service-Umsatz" , sagte Vodafone-Sprecher Johannes Fuxjäger Golem.de auf Anfrage. Das Geschäftsjahr von Vodafone ist zum Kalenderjahr ein Quartal versetzt. Das erste Quartal geht von Anfang April bis Ende Juni.
Erneut kam der größte Teil des Umsatzes aus dem Festnetzgeschäft, erstmals enthält das Wachstum den Umsatz von Unitymedia. Der Service-Umsatz im Festnetz-Geschäft wuchs um 2,4 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Die Zahl der Kabel-Neukunden stieg in diesem Zeitraum um 74.000, unterstützt durch die Migration von 38.000 DSL-Kunden aus dem gemieteten Netz der Deutschen Telekom auf Kabelanschlüsse. Die Anzahl der Breitbandkunden im Festnetz-Bereich erhöhte sich insgesamt um 30.000.
Jeder dritte Neukunde wählte laut den Angaben die Datenrate von bis zu 1 GBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload, wenn Docsis 3.1 verfügbar ist. Über 8 Gigabyte Daten täglich nutzten Vodafone Kabelnetzkunden im Durchschnitt. Die Zahl der Haushalte mit Gigabit-Anschluss von Vodafone stieg im vergangenen Quartal um 1,8 Millionen auf über 19 Millionen.
Auch die britische Vodafone-Konzernzentrale gab die Ergebnisse für das Quartal bekannt. Der Gesamtumsatz ging um 2,8 Prozent auf 10,5 Milliarden Pfund (11,54 Milliarden Euro) zurück. Das Ergebnis sei durch geringere Roaming-Einnahmen aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf internationale Reisen beeinträchtigt worden.



