Quartalsbericht: Vodafone verliert viele Kunden im Kabelnetz

Vodafone Deutschland hat Probleme, seine Kabelnetz-Kunden zu halten. Beim Kabelfernsehen hält der Rückgang weiter an.

Artikel veröffentlicht am ,
Hauptsitz von Vodafone in Düsseldorf
Hauptsitz von Vodafone in Düsseldorf (Bild: Vodafone Deutschland)

Vodafone Deutschland hat im vergangenen Quartal im Kabelnetz Kunden und Umsatz verloren. Das gab der Netzbetreiber am 25. Juli 2022 bekannt. Die Zahl der Kabelnetzkunden sank um 34.000.

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Der Service-Umsatz im Festnetz-Bereich fiel auf 1,59 Milliarden Euro, ein Rückgang um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Vodafone verweist in dem Zusammenhang darauf, dass die Leistungsfähigkeit der Netze mit Segmentierungen gesichert und ausgebaut werde.

Der Verlust der Kabelnetz-TV-Kunden stieg auf 79.000, im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Rückgang bei 75.000. Ein Vodafone-Manager sagte schon im Januar 2020, dass Kunden für lineares Fernsehen im Kabel ausstürben. Die Abonnenten für Kabelfernsehen wüchsen nicht mehr nach. Bei der jungen Generation sei eine Nachfrage nach dem klassischen Kabel-TV-Produkt nicht mehr gegeben.

Im Mobilfunk stieg der Service-Umsatz im ersten Quartal um 0,8 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Dennoch geht der Gesamt-Service-Umsatz auf 2,86 Milliarden Euro zurück, was einer Veränderung von -0,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum entspricht.

Vodafone sieht deutsche Landestochter auf gutem Weg

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Die britische Vodafone Group erklärte, auf dem richtigen Weg zu sein, um die Prognosen für das Gesamtjahr zu erreichen, und erwarte einen bereinigten Gewinn zwischen 15 und 15,5 Milliarden Euro vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern. Der Gesamtumsatz des Konzerns stieg in den drei Monaten bis zum 30. Juni auf 11,3 Milliarden Euro nach 11,1 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum, teilte Vodafone mit. Das Geschäft in der Türkei stieg aufgrund der sich beschleunigenden Inflation um 35,8 Prozent, was 0,3 Prozentpunkte zum Gesamtwert der Gruppe beitrug.

Der Kurs der Vodafone-Aktie stieg in diesem Jahr um 15 Prozent. Chief Executive Nick Read sagte, der Konzern habe gute Fortschritte bei der Stabilisierung seiner Aktivitäten in Deutschland gemacht. "Wir sind auf dem richtigen Weg, die Probleme in Deutschland bis Ende des Sommers wie geplant zu lösen, was eine allmähliche Erholung unserer kommerziellen Leistung weiter unterstützen wird", sagte Read zu Journalisten in London.

Nachtrag vom 25. Juli 2022, 16:23 Uhr

Vodafone-Sprecher Johannes Fuxjäger sagte Golem.de auf Anfrage: Der Verlust bei Kabelnetzkunden liegt bei 34.000, "bei DSL sind es 30.000. Zusammen dann 64.000 im Festnetz". Der Rückgang beim Kabelnetz, wie auch bei den Mobilfunkkunden, lag vor allem am geänderten Telekommunikationsgesetz. "Leider hat diese Anpassung der Prozesse und IT nicht so reibungslos funktioniert wie geplant. Die Folge: Neukundenverträge kamen nicht zustande. Zudem hemmen auch weiterhin geringere Besucherzahlen - als vor Corona - in unserem wichtigen Vertriebskanal den Shops unser Wachstum." Man rechne mit einem positiven Kundenwachstum in den Bereichen Mobilfunk und Festnetz im zweiten Finanzhalbjahr.

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Clown 27. Jul 2022 / Themenstart

Dann war ich lange Zeit auch ein Einzelfall :) War zuvor Unitymedia-Kunde und dort war...

meinoriginaluse... 27. Jul 2022 / Themenstart

Seit dem es mit genügender Datenbasis doch möglich ist Vodafone wegen nicht erbrachter...

xMarwyc 27. Jul 2022 / Themenstart

Und warum sollte man 85 Euro ausgeben, wenn es eine bessere Verbindung + Mobilfunk für...

Prypjat 27. Jul 2022 / Themenstart

Vielleicht steht er nur auf Blauäugige Blonde mit breiten Schultern und schnittig wie...

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