Quartalsbericht: Vodafone verliert 63.000 Kunden im Kabelnetz

Vodafone hat im vergangenen Quartal im Internet über Kabelnetz oder DSL insgesamt 63.000 Kunden verloren. Das gab das Unternehmen am 5. Februar 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Der Mobilfunk-Serviceumsatz legte hauptsächlich wegen des National-Roaming-Vertrags mit 1&1 Mobilfunk um 2,8 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro zu.
Die Kundenzahl konnte im Mobilfunk dagegen nur leicht steigen. Der Umsatz im TV-Kabelnetz sank um 1,1 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Die Vertragskunden bei Kabel-TV sanken nur noch um 6.000 auf 8,84 Millionen.
Landeschef Marcel de Groot sagte: "Der Markt ist sehr herausfordernd. Wir setzen in diesem Umfeld unser moderates Wachstum fort. Mehr als 12 Millionen 1&1-Kunden surfen jetzt im roten Netz. Das gibt uns Rückenwind bei den Umsätzen."
Vodafone Group kann Umsatz steigern
Die britische Vodafone Group gab bekannt, dass der Umsatz in seinem dritten Geschäftsquartal bis zum 31. Dezember auf 10,45 Milliarden Euro (12,34 Milliarden US-Dollar) gestiegen sei, verglichen mit 9,81 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten jedoch 10,76 Milliarden Euro erwartet.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen nach Leasingaufwendungen (EBIT) der Vodafone-Gruppe sank von 2,83 Milliarden Euro im Vorjahr auf 2,82 Milliarden Euro.
Das Unternehmen bekräftigte seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 und erwartet weiterhin ein Ergebnis am oberen Ende der Prognosespanne. Das bereinigte EBITDA wird voraussichtlich zwischen 11,3 und 11,6 Milliarden Euro liegen, der bereinigte freie Cashflow zwischen 2,4 und 2,6 Milliarden Euro.
Das Unternehmen, dessen Aktienkurs in den vergangenen zwölf Monaten um 73 Prozent gestiegen ist, musste heute einen Rückgang um rund fünf Prozent hinnehmen. Belastend für die Ergebnisse wirkte sich die schwache Performance in der Türkei aus. Der Umsatz in der Türkei sank um 14,5 Prozent auf 823 Millionen Euro und der Serviceumsatz fiel dort um 13,5 Prozent auf 671 Millionen Euro. Auf Konzernebene stieg der Serviceumsatz von 7,93 Milliarden Euro auf 8,51 Milliarden Euro.