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Quartalsbericht: Vodafone Deutschland verliert 121.000 Breitbandkunden

Vodafone -Konzernchefin Margherita Della Valle sieht in dem Verlust keinen Grund zur Sorge. Der Kundenstamm sei weiterhin sehr groß.
/ Achim Sawall
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Vodafone-Logo (Bild: JUSTIN TALLIS/AFP via Getty Images)
Vodafone-Logo Bild: JUSTIN TALLIS/AFP via Getty Images

Vodafone Deutschland hat erneut viele Kunden verloren. Wie die Konzernzentrale in London am 24. Juli 2023 berichtete(öffnet im neuen Fenster) , kündigten nach einer Preiserhöhung über 120.000 Breitbandkunden. Zum fünften Mal in Folge gingen die Serviceumsätze zurück, jedoch im Berichtszeitraum nur noch um 1,3 Prozent, nach minus 2,8 Prozent im Vorquartal.

Der Umsatz im Festnetz sank um 0,9 Prozent. Im Kabelnetz verlor Vodafone Deutschland hier 70.000 Kunden, bei DSL 51.000. Der TV-Kundenstamm ging um 120.000 zurück.

Auch der Umsatz mit Mobilfunkdienstleistungen sank um 1,9 Prozent (4. Quartal: -3,7 Prozent), was laut Vodafone "auf eine geringere Mobilfunkkundenbasis und einen geringeren ARPU zurückzuführen ist. Wir haben in dem Quartal 24.000 Vertragskunden hinzugewonnen" , erklärte der britische Konzern.

Konzernchefin Margherita Della Valle sagte der Financial Times , dass sie sich über den Verlust von Kunden in Deutschland keine Sorgen mache, "da es sich im Vergleich zu unserem Stamm um eine sehr geringe Zahl handelt" . Vodafone Deutschland hat zehn Millionen Kunden.

Vodafone Group steigert den Serviceumsatz

Der Serviceumsatz der Vodafone Group stieg in den drei Monaten bis zum 30. Juni 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro. Die Analysten hatten 2,9 Prozent erwartet.

Vodafone kündigte an, dass Luka Mucic im September 2023 Finanzvorstand werde und den von Della Valle frei gewordenen Posten besetzen werde. Mucic war früher Finanzchef bei SAP.

Vodafone verteidigte seinen kürzlich mit dem Konkurrenten Three vereinbarten Vertrag zur Fusion und Schaffung des größten britischen Mobilfunkbetreibers. Das Zusammengehen mit dem chinesischen Konzern wird jedoch von der Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde untersucht.


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