Quartalsbericht: Vodafone Deutschland gewinnt mehr Kabelnetzkunden

Vor der geplanten Übernahme von Unitymedia kann Vodafone wieder starke Zahlen ausweisen. Die Konzernführung in London tritt ab.

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Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter
Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter (Bild: Vodafone Deutschland)

Vodafone hat die Zahl seiner Festnetzkunden um 5,8 Prozent auf 6,62 Millionen gesteigert. Das gab das Unternehmen am 15. Mai 2018 bekannt. 3,022 Millionen Kunden nutzen einen DSL-Anschluss (+3,6 Prozent) im Netz der Deutschen Telekom und 3,598 Millionen Kunden das eigene Kabelnetz (+7,7 Prozent).

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"Über 70 Prozent unserer Kabel-Neukunden entscheiden sich mittlerweile für 200, 400 oder 500 MBit/s schnelle Tarife", sagte Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter. In ersten Pilotstädten sei die Analogabschaltung erfolgreich verlaufen und die Grundlage für Gigabit-Geschwindigkeiten im Kabel sei gelegt worden.

ARD und ZDF zahlten Vodafone 100 Millionen Euro. Inklusive einer Zahlung der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland im vierten Quartal aus der Beilegung eines Rechtsstreits um Einspeiseentgelte wächst der Gesamt-Serviceumsatz um 2,6 Prozent (+1,6 Prozent ohne Sondereffekt).

Auch der britische Mutterkonzern Vodafone hat vor der geplanten Übernahme der deutschen Unitymedia wieder einen Gewinn erzielt. Nach zwei Jahren mit hohen Milliardenverlusten in Folge verdiente Vodafone im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2,79 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum war durch eine Abschreibung in Indien ein Verlust von 6,1 Milliarden Euro erwirtschaftet worden.

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Der Umsatz sank um 2,2 Prozent auf 46,57 Milliarden Euro. Im vierten Quartal stieg der organische Serviceumsatz um 1,4 Prozent.

Vodafone-Chef Vittorio Colao wird seine Position bei dem zweitgrößten Mobilfunkbetreiber der Welt nach zehn Jahren verlassen. Colao, ein 56-jähriger italienischer Reserve-Militäroffizier, der 2008 Chef von Vodafone wurde, wird am 1. Oktober vom Finanzvorstand Nick Read abgelöst, wie das Unternehmen mitteilte. Vodafone ist in mehr als 20 Ländern aktiv und nach China Mobile weltweit das zweitgrößte Branchenunternehmen. In den Jahren 2013 und 2014 gab das Unternehmen 20 Milliarden US-Dollar für den Kauf großer Kabelnetzbetreiber in Europa aus, darunter Kabel Deutschland für 7,7 Milliarden Euro. Danach verkaufte Vodafone im Jahr 2014 seine 45-prozentige Beteiligung an Verizon Wireless für 130 Milliarden US-Dollar an Verizon Communications - einer der weltweit größten Deals. Vodafone schüttete 84 Milliarden US-Dollar aus dem Verkauf an die Aktionäre aus, die größte Einzelrendite in der modernen Unternehmensgeschichte.

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