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Quartalsbericht: Telekom hat Probleme beim Verkauf ihrer Vectoring-Anschlüsse

Die Telekom kann trotz starker Quartalszahlen im Festnetz wenig Neukunden für Vectoring gewinnen. Besonders die Konkurrenz mietete weniger Zugänge bei der Telekom an und viele Kunden gingen verloren.
/ Achim Sawall
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Viel Ausbau, aber wenig Nachfrage (Bild: Deutsche Telekom)
Viel Ausbau, aber wenig Nachfrage Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom hat im zweiten Quartal Probleme gehabt, Kunden für ihre Breitbandanschlüsse im Festnetz zu gewinnen. "Das Wachstum im Breitband-Geschäft ist ein Thema, an dem wir künftig verstärkt arbeiten werden" , sagte (PDF)(öffnet im neuen Fenster) Telekom-Finanzchef Christian P. Illek am 8. August 2019 bei Bekanntgabe der Quartalszahlen . "Das Neu-Geschäft bei Breitband-Anschlüssen war im zweiten Quartal 2019 im gesamten Markt deutlich schwächer als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Daraus erklärt sich zum Teil der relativ niedrige Zuwachs der Breitband-Anschlüsse in unserem eigenen Geschäft um netto 28.000."

Ein weiterer Einflussfaktor sei die IP-Migration, die "erhöhte Anschlussverluste nach sich zog" , räumte Illek ein.

Zugleich baute die Telekom massiv aus: Bei den sogenannten Glasfaser-Anschlüssen habe die hohe Dynamik der vorangegangenen Quartale mit einem Zuwachs um 522.000 Anschlüsse angehalten. Illek sagte: "Wir haben jetzt 15 Quartale in Folge jeweils mehr als eine halbe Million Glasfaser-basierte Anschlüsse neu ans Netz genommen. Der im Vergleich zum Vorjahresquartal geringere Zuwachs bei den Neu-Anschlüssen geht vor allem auf eine geringere Nachfrage der Wettbewerber zurück."

Die Telekom bezeichnet ihre vergleichsweise wenigen FTTH-Zugänge (Fiber To The Home) und ihr Hauptgeschäftsfeld Vectoring (FTTC – Fiber To The Curb) pauschal zusammen als Glasfaser-Anschlüsse.

Die Telekom verfügt "aktuell über circa 1,1 Millionen FTTH-Anschlüsse" , gab der Netzbetreiber im Juli 2019 in seinem Blog bekannt. Viele dieser schnellen Anschlüsse werden nicht genutzt: "Tatsächlich bucht deutlich weniger als die Hälfte derer, die FTTH oder FTTB bekommen könnten, tatsächlich diese Technik" , erklärte die Telekom.


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