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Quartalsbericht: SAP-Aktie stürzt um bis zu 16 Prozent ab

Trotz hohem Gewinn sind die Anleger nicht mit dem Quartalsbericht von SAP zufrieden. Die Aktie kommt massiv unter Druck.
/ Achim Sawall
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Die Frankfurter Börse am 28. Januar 2026 (Bild: REUTERS/Ralph Orlowski)
Die Frankfurter Börse am 28. Januar 2026 Bild: REUTERS/Ralph Orlowski

Der Kurs der Aktie von SAP ist am 29. Januar 2026 nach Bekanntgabe der Quartalsergebnisse stark gefallen. Die Aktie hat zeitweise bis zu 16 Prozent an Wert verloren und liegt aktuell bei 169 Euro.

Das Wachstum der Cloudsparte von SAP hatte sich im abgelaufenen Quartal erneut abgeschwächt, weshalb ein Verkauf des Wertpapiers einsetzte. Damit verlor SAP seine Position als wertvollstes Unternehmen im Dax und wurde von Siemens überholt.

Die Umsatzprognose für Cloud-basierte Software(öffnet im neuen Fenster) im laufenden Jahr lag unter den Erwartungen der Analysten. Mit einem Anstieg des kurzfristigen Vertragsbestands in der Cloud von 25 Prozent verfehlte SAP im vergangenen Jahr seine eigene Erwartung um einen Prozentpunkt. Die Angaben zum Current Cloud Backlog sind währungsbereinigt, real wuchs der Wert nur um 16 Prozent. Durch sein starkes US-Geschäft leidet SAP auch unter dem anhaltend schwachen Kurs des Dollars.

SAP-Finanzvorstand lobt Betriebsergebnis

Die Clouderlöse erhöhten sich im vierten Quartal um 19 Prozent auf 5,61 Milliarden Euro. Der Serviceumsatz verringerte sich um 4 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro. Der Umsatz erhöhte sich um 3 Prozent auf 9,68 Milliarden Euro.

SAP-Finanzvorstand Dominik Asam sagte: "Mit einem starken Betriebsergebnis und einem Free Cashflow, der unsere Erwartungen übertroffen hat, haben wir das Jahr 2025 erfolgreich abgeschlossen."

Der Quartalsgewinn lag bei 1,89 Milliarden Euro, gegenüber 1,63 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Der operative Gewinn stieg von 2,44 Milliarden Euro auf 2,83 Milliarden Euro, was einer operativen Marge von 29,2 Prozent entspricht.

Das Cloud-Geschäft habe sich in Kanada, Brasilien, Deutschland, Indien, Italien, Spanien, Großbritannien und Südkorea äußerst gut entwickelt, während auch in Australien, Japan, Mexiko, Saudi-Arabien, Singapur und den USA starke Umsätze erzielt wurden.


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