Quartalsbericht: Netflix wirbt weit mehr Nutzer an als erwartet

Netflix weist im neuen Quartalsberichtzeitraum wieder ein starkes Nutzerwachstum aus. Der Streaminganbieter hat knapp sieben statt wie geplant fünf Millionen Abonnenten angeworben.

Artikel veröffentlicht am ,
Am Netflix-Hauptsitz
Am Netflix-Hauptsitz (Bild: Netflix)

Netflix hat im dritten Quartal die Erwartungen für neue Abonnenten übertroffen, indem weiterhin stark in globale Programmangebote investiert wurde. Das gab das Unternehmen am 16. Oktober 2018 nach Handelsschluss an der Börse in New York bekannt. Die Netflix-Aktie legte im nachbörslichen Handel um mehr als 14 Prozent zu, nachdem das Wertpapier mit einem Schlusskurs von 346,40 US-Dollar am Dienstag um 4 Prozent gestiegen war.

Für das Quartal erreichte Netflix 6,96 Millionen neue Abonnenten weltweit und übertraf damit die 5 Millionen, die das Unternehmen für den Zeitraum im Juli prognostiziert hatte, sowie die von Analysten prognostizierten 5,18 Millionen. Mit diesem Zuwachs erhöht Netflix seine globale Abonnentenzahl auf 137 Millionen.

Der Gewinn lag mit 403 Millionen US-Dollar (89 Cent pro Aktie) weit über dem Ergebnis von 129,6 Millionen US-Dollar (29 Cent pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz wuchs um 34 Prozent auf 4 Milliarden US-Dollar und lag damit im Rahmen der Erwartungen der Analysten.

Das unerwartet hohe Nutzerwachstum folgt auf ein zweites Quartal, in dem Netflix eine Million weniger Abonnenten gewann als erwartet. Die Performance enttäuschte die Anleger.

Netflix ist gegen EU-Inhaltequote

Netflix nutzte seinen Ergebnisbericht, um die Europäische Union wegen einer neuen Inhalteregelung für Streamingdienste zu kritisieren. "Die EU", erklärte Netflix-Chef Reed Hastings, "schreibt derzeit ihre audiovisuellen Regeln um" und fordert von Streaming-Diensten wie Netflix, "mindestens 30 Prozent seines Katalogs europäischen Werken zu widmen". Netflix befürworte mehr regionale Originalprogramme für internationale Zielgruppen, meint jedoch, dass das Erzwingen von Quoten für einen Streamingdienst unerwünschte negative Auswirkungen haben könnte.

"Wir würden es vorziehen, unseren Service für unsere Mitglieder weiter zu optimieren, was die Produktion lokaler Inhalte beinhaltet, anstatt Quoten zu erfüllen. Aber wir gehen davon aus, dass eine regionale Inhaltequote, die dem Anteil unserer Region an der weltweiten Mitgliedschaft entspricht, die Mitgliederzufriedenheit nur marginal abnehmen lässt", hieß es in dem Bericht. Dennoch könnten Quoten unabhängig von der Marktgröße sowohl die Kundenerfahrung als auch die Kreativität negativ beeinflussen.

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skynet1 22. Okt 2018

Gestern selbst ausprobiert. Netflix prüft die KK-Daten und bringt die Meldung, dass mit...

Kleba 17. Okt 2018

Ich fand die zweite zwar auch besser als die erste, aber immer noch auf einem recht...

mnementh 17. Okt 2018

Netflix rechnet mit sehr spitzem Stift. Da kann es ein Lizenz-Paket mit dem Sequel sein...

Pecker 17. Okt 2018

In den USA ist Netflix deutlich vor Amazon. Das hat aber viele Gründe. Netflix gibt es...



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