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Quartalsbericht: Netflix verfehlt eigene Prognosen um 1 Million Neukunden

Netflix hat seine selbst gesteckten Ziele im zweiten Quartal nicht erreicht. Dafür steigen Gewinn und Umsatz des Streamingkonzerns.
/ Achim Sawall
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Am Netflix-Hauptsitz (Bild: Netflix)
Am Netflix-Hauptsitz Bild: Netflix

Netflix hat seine eigene Prognose für die Neukundengewinnung um mehr als eine Million unterschritten. Das gab das Unternehmen am 16. Juli 2018 nach Handelsschluss an der Börse in New York bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Netflix gewann 670.000 Kunden in den USA hinzu, statt der angestrebten 1,2 Millionen. In anderen Ländern kamen 4,47 Millionen hinzu - statt der 5 Millionen aus der Voraussage.

Netflix machte fehlerhafte interne Berechnungen für die verfehlten Prognosen verantwortlich. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um 13 Prozent auf 347,51 US-Dollar.

Im zweiten Quartal stieg der Gewinn von 65,6 Millionen US-Dollar (15 Cent pro Aktie) auf 384,3 Millionen US-Dollar (55 Cent pro Aktie). Der Umsatz wuchs um 40 Prozent auf 3,91 Milliarden US-Dollar. Die Analysten hatten 3,94 Milliarden US-Dollar erwartet. Auch beim Gewinn wurden 79 Cent pro Aktie prognostiziert.

Netflix: Milliarden für eigene Inhalte

Netflix bekräftigte, dass in diesem Jahr acht Milliarden US-Dollar für Produktionen ausgegeben würden. Zum ersten Mal erhielt das Unternehmen beim wichtigsten Fernsehpreis der Welt, den Emmy Awards, mehr Nominierungen als die Fernsehsender. Netflix kam bei der Bekanntgabe der möglichen Preisträger auf 112 Nennungen und verdrängte nach 17 Jahren den Pay-TV-Sender HBO auf Platz zwei mit 108 Nominierungen.

Netflix hatte im Juni seinen Firmensprecher Jonathan Friedland wegen Rassismus entlassen. Friedland war seit dem Jahr 2011 Kommunikationschef. Er hatte Arbeitskollegen mehrfach als Nigger beschimpft. Netflix-Chef Reed Hastings feuerte Friedland laut einer internen E-Mail, weil sein Verhalten nicht mit den Werten des Unternehmens vereinbar sei. Friedland drückte auf Twitter sein Bedauern über sein Verhalten aus.


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