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Quartalsbericht: Netflix gewinnt mehr Nutzer, Firmenchef tritt ab

Reed Hastings gibt den Posten als CEO bei Netflix ab. Die Kundenzahlen wachsen durch neue Serien wie Wednesday wieder stark, doch der Gewinn bricht massiv ein.
/ Achim Sawall
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Reed Hastings im November 2022 (Bild: Michael M. Santiago/Getty Images)
Reed Hastings im November 2022 Bild: Michael M. Santiago/Getty Images

Netflix hat im vierten Quartal 7,66 Millionen Abonnenten hinzugewonnen und übertraf damit die Prognosen der Analysten, die nur 4,57 Millionen erwartet hatten. Wie der Streamingkonzern am 19. Januar 2023 nach Handelsschluss an der Börse in New York bekanntgab(öffnet im neuen Fenster) , verkündete Mitbegründer Reed Hastings zugleich seinen Rücktritt als Chief Executive Officer. Die Unternehmensführung geht an seinen langjährigen Partner und Co-CEO Ted Sarandos und den Chief Operating Officer des Unternehmens, Greg Peters.

Sarandos und Peters werden sich den Titel des Chief Executives teilen, während Hastings als Executive Chairman fungiert. Durch Serien wie Wednesday oder Harry & Meghan hatte das Film- und Serienstudio die Zahl der Abonnenten trotz erheblichem Konkurrenzdrucks wieder steigern können.

"2022 war ein hartes Jahr mit einem holprigen Start, aber einem guten Ende" , erklärte Netflix in seinem Brief an die Investoren. Man habe einen Weg gefunden, um das Umsatzwachstum wieder zu beschleunigen, und beende das Jahr 2022 mit 230,8 Millionen Abonnenten weltweit.

Der Umsatz von Netflix stieg im vierten Quartal um 1,9 Prozent auf 7,85 Milliarden US-Dollar, während der Nettogewinn um 91 Prozent auf 55,3 Millionen US-Dollar einbrach.

Aktie legt wieder zu

Die Aktien des Unternehmens, die im vergangenen Jahr um fast 38 Prozent gefallen waren, stiegen im nachbörslichen Handel um 7,9 Prozent auf 340,66 US-Dollar.

Die Mysteryserie Wednesday über Wednesday Addams' Schulzeit an der Nevermore Academy wurde 341,23 Millionen Stunden gestreamt, was bedeutet, dass sich über 50 Millionen Haushalte die Serie ansahen. Besonders die junge Jenna Ortega überzeugte als Darstellerin, die Regie führte Tim Burton, der außerdem gemeinsam mit den Schöpfern/Showrunnern Al Gough und Miles Millar als ausführender Produzent fungierte. Die Serie landete in 83 Ländern auf dem Spitzenplatz – gleichauf mit Stranger Things Staffel 4. Laut Analysen von Kantar wurden so sieben Prozent der neuen Abonnenten des Unternehmens in den USA gewonnen.


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