Quartalsbericht: Microsoft überrascht mit hohem Gewinn
Microsoft hat den Gewinn auf 3,12 Milliarden US-Dollar (39 Cent pro Aktie) erhöht. Das gab das Unternehmen am 19. Juli 2016 nach Handelsschluss an der Börse in New York bekannt(öffnet im neuen Fenster). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres schrieb der Softwarekonzern einen Verlust von 6,4 Milliarden US-Dollar auf sein niedergehendes Mobilfunkgeschäft aus der fehlgeschlagenen Nokia-Übernahme ab.
Der Umsatz für das Gesamtjahr fiel zum ersten Mal seit 2009, da der Konzern im schwächer werdenden PC-Markt versucht, seine Produkte in die Cloud zu bringen, wo erst einmal weniger Umsatz erwirtschaftet wird. PC-OEM-Software wird im Voraus bezahlt, längerfristig dürfte mit Office 365 der Umsatz aber sogar wachsen. Der Umsatz sank im Gesamtjahr um 8,8 Prozent auf 85,32 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz der Sparte More Personal Computing mit dem Bereich Windows schrumpfte im Gesamtjahr um 6,3 Prozent auf 40,46 Milliarden US-Dollar.
Umbruch beim Umsatz
Im Quartal sank der Umsatz um 7,1 Prozent auf 20,61 Milliarden US-Dollar.
Der Umsatz des Intelligent-Cloud-Segments mit Azure wuchs um 6,6 Prozent auf 6,71 Milliarden US-Dollar. Die Sparte Productivity and Business Processes mit Microsofts Office und den Dynamics-Geschäftskundenprodukten legt beim Umsatz um 4,6 Prozent auf 6,97 Milliarden US-Dollar zu.
Microsoft kündigte am 13. Juni 2016 an, das Karrierenetzwerk LinkedIn für 26,2 Milliarden US-Dollar zu kaufen. LinkedIn ist deutlich größer als der deutsche Konkurrent Xing. Microsoft sagte, die LinkedIn-Übernahme werde nur einen Einfluss von 1 Prozent auf den Gewinn vor Sonderposten im Finanzjahr 2017 und 2018 haben. Der Softwarehersteller erwartet aber erhebliche Synergien. "Zusammen können wir Wachstum von LinkedIn, wie auch von Microsoft Office 365 und Dynamics erreichen", betonte Satya Nadella. Die Cloud-Version des Büroanwendungspakets Office ist eines der wichtigsten Wachstumsfelder von Microsoft.
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