Quartalsbericht: Microsoft macht größten Verlust der Konzerngeschichte

Microsoft hat im abgelaufenen Geschäftsquartal einen Verlust von 3,2 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Das gab das Unternehmen am 21. Juli 2015 nach Börsenschluss in New York bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,1 Prozent, von 23,38 Milliarden US-Dollar auf 21,7 Milliarden US-Dollar, weil der PC-Markt sich weiter schwach entwickelte.
In diesem Monat hatte Microsoft bereits angekündigt, 80 Prozent der Kaufsumme von Nokias Handygeschäft in Höhe von 9,4 Milliarden US-Dollar abzuschreiben und über 6 Prozent der Beschäftigten zu entlassen.
Microsoft berichtete einen Verlust von 3,2 Milliarden US-Dollar (40 Cent pro Aktie), nach einem Gewinn von 4,61 Milliarden US-Dollar (55 Cent pro Aktie). Ohne die Abschreibung und andere Sonderposten wäre ein Gewinn pro Aktie von 62 Cent ausgewiesen worden. Analysten hatten nur 56 Cent erwartet.
"Neue Möglichkeiten durch Windows 10"
Konzernchef Satya Nadella erklärte, dass sich die Investitionen in Bereichen ausgezahlt hätte, wo Microsoft sich abheben könne. Diese seien Surface, Xbox, Bing, Office 365, Azure und Dynamics CRM Online, die alle zweistellig zugelegt hätten. "Und die bevorstehende Veröffentlichung von Windows 10 wird neue Möglichkeiten für Microsoft und unser Ökosystem schaffen."
Umsatz mit Windows OEMs sank um 22 Prozent
Der Umsatz mit Windows OEMs sank durch das Ende von Windows XP um 22 Prozent. Der Umsatz mit dem Surface wuchs um 117 Prozent auf 888 Millionen US-Dollar, angetrieben vom Surface Pro 3 und dem Launch des Surface 3. Angaben zu Gewinn oder Verlust in dem Bereich wurden nicht gemacht. Der Gesamtumsatz mit der Xbox stieg um 27 Prozent.