Quartalsbericht: Microsoft macht 700 Millionen US-Dollar Verlust mit Nokia
Microsoft hat in seinem vierten Finanzquartal 2014 einen Gewinnrückgang verzeichnet. Der US-Konzern gab die Ergebnisse am 22. Juli 2014 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Der Gewinn fiel um 7,1 Prozent auf 4,61 Milliarden US-Dollar (55 Cent pro Aktie). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Gewinn bei 4,97 Milliarden US-Dollar (59 Cent pro Aktie). Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 23,38 Milliarden US-Dollar.
Microsoft erzielte mit Mobiltelefonen aus der Übernahme der Nokia-Sparte einen Umsatz von 1,99 Milliarden US-Dollar, der operative Verlust lag bei 692 Millionen US-Dollar.
Microsoft hatte in dieser Woche angekündigt , bis zu 18.000 Arbeitsplätze im Konzern abzubauen. Dies sind die umfangreichsten Massenentlassungen in der Konzerngeschichte.
Der Umsatz mit Windows-OEM-Versionen stieg um drei Prozent. Die Zahl der Office-365-Home- und -Personal-Abonnenten wuchs um eine Million auf 5,6 Millionen. Der Anzeigenumsatz der Suchmaschine Bing stieg um 40 Prozent. Am US-Markt hat Bing laut Microsoft nun einen Anteil von 19,2 Prozent.
Der Umsatz mit Server-Produkten, darunter auch die Cloud-Services-Plattform Azure, SQL Server und System Center, legte um 16 Prozent zu. "Ich bin stolz darauf, dass sich unser aggressiver Vorstoß in die Cloud auszahlt" , sagte Konzernchef Satya Nadella über den Bereich.
Microsoft erklärte am 3. September 2013, Nokias Geschäft mit Mobiltelefonen, Diensten und dazugehörige Patente zu kaufen und rund 5,44 Milliarden Euro zu zahlen. Die Übernahme wurde im April 2014 abgeschlossen. Microsoft sucht nach einem neuen Namen für seine Smartphone-Produkte und will die Marke Nokia nicht lange nutzen. Das hatte Stephen Elop, Executive Vice President der Devices-Sparte Microsofts, erklärt: "Microsoft kann die Marke Nokia für seine Mobiltelefone-Produkte für einige Zeit nutzen, aber Nokia wird als Marke für Smartphones nicht lange verwendet werden. Wir arbeiten an der Auswahl einer Smartphone-Marke."
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