Quartalsbericht: Intel steigert Gewinn trotz PC-Krise

Intel kann den Gewinn in der PC-Krise auf 2,6 Milliarden US-Dollar erhöhen. Zugleich brach der Umsatz des PC-Marktes um zehn Prozent ein, doch Intel legt auch beim Umsatz leicht zu.

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Quartalsbericht: Intel steigert Gewinn trotz PC-Krise
(Bild: Pichi Chuang/Reuters)

Intel hat seinen Gewinn trotz PC-Krise gesteigert. Wie der weltgrößte Chiphersteller am 16. Januar 2014 bekanntgab, wuchs der Quartalsgewinn um sechs Prozent auf 2,6 Milliarden US-Dollar (51 Cent pro Aktie). Der Umsatz stieg von 13,5 auf 13,8 Milliarden US-Dollar.

Die Analysten hatten einen Gewinn von 52 Cent pro Aktie und einen Umsatz von 13,7 Milliarden US-Dollar prognostiziert.

"Wir hatten ein solides viertes Quartal mit Zeichen der Stabilisierung im PC-Bereich und finanzielles Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Zum Beispiel haben wir auf der CES verschiedene Geräte gezeigt, die vor sechs Monaten noch nicht auf unserer Roadmap waren", sagte Intel-Chef Brian Krzanich.

Intels wachstumsstärkster Bereich sind Server-CPUs und -Systeme: Der Umsatz der Data Center Group stieg um acht Prozent.

Die Analysten erwarten für das laufende erste Quartal 2014 einen Umsatz von 12,79 Milliarden US-Dollar. Intel prognostizierte 12,8 Milliarden US-Dollar, plus oder minus 500 Millionen US-Dollar.

Laut dem IT-Forschungsunternehmen Gartner wurden im vierten Quartal 2013 weltweit insgesamt 82,6 Millionen PCs verkauft. Dies entspricht einem Rückgang von 6,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit wurde der PC-Markt im siebten Quartal in Folge kleiner. Laut Berechnungen von Gartner und IDC ging der Umsatz auf dem PC-Markt im Jahr 2013 um zehn Prozent zurück. Das sei einer der schwerste Einbrüche, den der Bereich je verzeichnete.

Intel-Aufsichtsratschef Andy Bryant hatte zugegeben, dass der Prozessorhersteller den Trend zu Tablets und Smartphones eindeutig unterschätzt hat. "Dafür zahlen wir jetzt den Preis", sagte er im November 2013 auf einer Intel-Investorenkonferenz. Die Informationen, um den Wandel vorherzusehen, seien verfügbar gewesen, aber Intel habe ihn verpasst. "Es war mir persönlich peinlich, dass wir scheinbar die Richtung verloren haben", sagte Bryant.

Das Unternehmen kann offenbar eine seiner teuersten neuen Anlagen nicht auslasten und lässt die Fab 42 in Chandler, Arizona, ungenutzt. Kein Arbeiter ist in der Fabrik tätig, die 1.000 neue Jobs für die Region bringen sollte und 5,2 Milliarden US-Dollar gekostet hat. Die Fab 42 sollte Ende 2013 mit der Produktion beginnen und Transistoren mit einer Strukturgröße von 14 nm herstellen. Baubeginn war Mitte des Jahres 2011.

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