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Quartalsbericht: Huaweis Umsatzwachstum geht zurück

Trotz Wirtschaftskrieg der USA ist Huawei aber weiter profitabel und steigert den Umsatz stärker als Ericsson.

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Huawei auf dem MWC 2019
Huawei auf dem MWC 2019 (Bild: Huawei)

Bei Huawei stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres um 9,9 Prozent auf 671 Milliarden Yuan (rund 100 Milliarden US-Dollar). Das gab der chinesische Telekommunikationsausrüster am 23. Oktober 2020 bekannt. Dies bedeutet eine Verlangsamung gegenüber einem Zuwachs von 24 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Ergebnisse erfüllten "im Grunde die Erwartungen", erklärte Huawei.

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Im dritten Quartal verlangsamte sich das Umsatzwachstum noch stärker auf 3,7 Prozent, nach 27 Prozent im Vorjahresquartal. Das Wachstum im dritten Quartal übertraf dennoch den Konkurrenten Ericsson, der in dieser Woche einen Umsatzzuwachs von 1 Prozent verzeichnete. Nokia wird seine Quartalsergebnisse in der kommenden Woche vorlegen.

Huawei bleibt trotz des Wirtschaftskriegs der USA gegen das Unternehmen mit einer Nettomarge von 8 Prozent profitabel. Dazu kommen Finanzreserven von mehr als 50 Milliarden US-Dollar.

Huawei habe genügend Chips eingelagert, um seine Mobilfunk- und Festnetzausrüstung langfristig weiter auszuliefern zu können. Das sagte Guo Ping, Rotating Chairman bei Huawei, Ende September 2020 in Schanghai. Die Konzernbereiche Carrier und Enterprise seien gesichert, betonte er.

Kann Huawei nach dem Mate 40 Pro noch weitere Smartphones herausbringen?

Guo sagte, dass Huawei die US-Beschränkungen bei seinen Beständen für Smartphone-SoCs deutlich spüre. Für Smartphones benötigt Huawei erheblich höhere Stückzahlen von SoCs, die sich zudem bei den Premiumgeräten mit jeder Generation ändern. Bei der Netzausrüstung kann eine Chipgeneration dagegen oft jahrelang eingesetzt werden.

Nach der Vorstellung von Huaweis neuem Android-Smartphones Mate 40 Pro sehen Analysten es als fraglich an, ob weitere Geräte folgen werden. Der Bereich Consumer, zu dem Smartphones gehören, ist inzwischen der umsatzstärkste von Huawei, höhere Gewinne werden aber mit Telekomausrüstung erwirtschaftet.

Mit einem am 15. Mai 2019 erlassenen Dekret hat US-Präsident Donald Trump den nationalen Notstand für die Telekommunikation erklärt. Das US-Handelsministerium untersagte alle Geschäfte, die "ein Risiko für die USA darstellen", und setzte Huawei auf die sogenannte Entity-Liste. Die USA werfen Huawei vor, die Iran- und Nordkorea-Sanktionen verletzt, US-amerikanisches geistiges Eigentum gestohlen sowie Hintertüren für den chinesischen Geheimdienst in seiner Mobilfunkausrüstung eingebaut zu haben, was Huawei bestreitet. Belege für die Anschuldigungen wurden von den USA nicht vorgelegt.

Durch das im Juli 2020 folgende Nutzungsverbot von US-Technologie für Huawei kann der weltgrößte Auftragsfertiger TSMC keine SoCs mehr für seinen Chipbereich Hisilicon produzieren. Huawei sei bereit, Qualcomm-Chips in seinen Smartphones zu verwenden, sollte Qualcomm eine Lizenz erhalten, erklärte Guo. Qualcomm bemüht sich intensiv um eine Freigabe.

Intel hat erneut Lizenzen für die Lieferung bestimmter Produkte an Huawei erhalten, während Chinas Semiconductor Manufacturing International Corp (SMIC), das Maschinen aus den USA zur Herstellung von Chips für Huawei verwendet, eine Lizenz beantragt hat.

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