Quartalsbericht: Globale Handelskonflikte belasten Samsung schwer

Bei Samsung gab es einen deutlichen Gewinnrückgang. Als Grund führt der Elektronikhersteller den schwächelnden Chipmarkt an. Der Gewinn der Chipsparte sank erheblich.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Belastungen für Samsung
Belastungen für Samsung (Bild: Alex Wong/Getty Images)

Die Profite von Samsung für das zweite Quartal 2019 haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als halbiert, wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht des südkoreanischen Herstellers hervorgeht. Der Betriebsgewinn beläuft sich für die Monate April bis Juni auf umgerechnet knapp mehr als 5 Milliarden Euro.

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Die Zahlen des Marktführers bei Speicherchips, Smartphones und Fernsehern übertrafen leicht den Ergebnisausblick, den Samsung im Vormonat veröffentlicht hatte. Für die zweite Jahreshälfte erwartet der Hersteller, dass die Nachfrage wieder wachsen werde. In der Halbleitersparte verbuchte Samsung für das zweite Jahresquartal einen Betriebsgewinn von umgerechnet knapp 2,6 Milliarden Euro. Dies ist der niedrigste Wert seit Herbst 2016.

Der Hersteller befürchtet negative Auswirkungen des aufflammenden Handelskonflikts zwischen Südkorea und Japan. Des Weiteren drückt der Handelskrieg zwischen den USA und China auf die Geschäftsaussichten des Unternehmens.

Laut japanischen Medienberichten plant Tokio, Südkorea am 2. August 2019 von der Liste jener Länder zu streichen, die Vorzugsbehandlungen bei Handelsgeschäften genießen und Produkte beziehen, die für militärische Zwecke benutzt werden können. Japan hatte den kürzlich gefassten Beschluss damit begründet, dass das gegenseitige Vertrauen untergraben sei.

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Zuvor verhängte Tokio Exportbeschränkungen für wesentliche Materialien, die zur Herstellung von Smartphones und Mikrochips benötigt werden. Dem Beschluss zufolge müssen japanische Firmen für den Export bestimmter Materialien jedes Mal Lizenzen beantragen. Dabei handelt es sich auch um Fotolacke, die in der Chipproduktion verwendet werden. Von den Restriktionen sind vor allem die südkoreanischen Chiphersteller Samsung und SK Hynix sowie die Firma LG Display betroffen.

Hintergrund ist ein Disput über die Entschädigung koreanischer Zwangsarbeiter während Japans Kolonialherrschaft in Korea (1910 bis 1945). Der Oberste Gerichtshof in Südkorea hatte im vergangenen Oktober den japanischen Stahlhersteller Nippon Steel & Sumitomo angewiesen, Schadenersatz zu zahlen. Tokio hatte das Urteil kritisiert. Es gibt weitere ähnliche Klagefälle.

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