Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Quartalsbericht: Facebook wächst trotz Skandalen und Rekordstrafe weiter

Facebook kann seine Nutzerschaft weiter steigern. Trotz der Rekordstrafe macht das Unternehmen nach wie vor Gewinn.
/ Achim Sawall
28 Kommentare undefined News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Der Hauptsitz des Betreibers sozialer Netzwerke (Bild: Facebook)
Der Hauptsitz des Betreibers sozialer Netzwerke Bild: Facebook

Facebook kann seinen Gewinn und Umsatz erneut stark steigern. Das Unternehmen erzielte einen Gewinn von 2,6 Milliarden US-Dollar oder 0,91 US-Dollar je Aktie. Das gab Facebook am 24. Juli 2019 nach Handelsschluss an der Börse in New York bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Der Gewinn ist einmalig mit zwei Milliarden US-Dollar durch einen Vergleich mit der Federal Trade Commission belastet.

Zusätzlich belastete eine Änderung der Bilanzierung von Steuerabzügen für aktienbasierte Vergütungen den Gewinn. Ohne diese beiden Faktoren hätte das Unternehmen 1,99 US-Dollar pro Aktie verdient und damit die Erwartungen der Analysten von 1,88 US-Dollar übertroffen. Der Konzern verzeichnete einen Umsatz von 16,9 Milliarden US-Dollar, 28 Prozent mehr als vor einem Jahr. Zum 30. Juni 2019 waren bei Facebook 39.651 Personen beschäftigt, ein Anstieg von 31 Prozent zum Vorjahr.

Facebook gab die Finanzergebnisse für das am 30. Juni 2019 endende zweite Quartal bekannt. "Wir hatten ein starkes Quartal, und unser Geschäft und unsere Community wachsen weiter" , sagte Gründer und Chef Mark Zuckerberg. "Wir investieren in den Aufbau eines stärkeren Schutzes der Privatsphäre für alle und neue Erfahrungen für die Menschen, die unsere Dienste nutzen."

Facebook wird nach den Datenschutzskandalen der vergangenen Jahre die Rekordsumme von fünf Milliarden US-Dollar zahlen, um die Ermittlungen der US-Behörden zu beenden. Die Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) setzte zudem weitere Auflagen durch: Unter anderem soll es beim Verwaltungsrat des Onlinenetzwerks ein zusätzliches Gremium zur Datenschutzaufsicht geben.

Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer stieg im zweiten Quartal um 8 Prozent auf 2,41 Milliarden, was den Prognosen der Analysten entspricht. Darüber hinaus nutzen Schätzungen zufolge mehr als 2,1 Milliarden Menschen täglich Facebook, Instagram, Whatsapp oder Messenger. Mehr als 2,7 Milliarden Menschen nutzten jeweils mindestens einen der Dienste im Monat, erklärte Facebook.

Die Aktie des Unternehmens stieg seit Jahresbeginn um mehr als 50 Prozent, trotz zahlreicher regulatorischer und rechtlicher Herausforderungen und einer kritischen Aufnahme des Plans der Schaffung der globalen Kryptowährung Libra.

Die Facebook-Aktie legte im außerbörslichen Handel um mehr als drei Prozent zu.


Relevante Themen