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Quartalsbericht: Ericsson mit Topergebnis durch 5G in China

Am Dienstag schloss Schweden Huawei und ZTE aus, am darauffolgenden Mittwoch hat Ericsson Rekordergebnisse wegen seiner Verträge in China gemeldet.
/ Achim Sawall
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Chen Zhaoxiong, Vize-Minister für Industrie and Informationstechnologie (Mitte) und die Vorsitzenden der drei großen chinesischen Netzbetreiber und China Tower Corp starteten die Kommerzialisierung von 5G-Diensten am 31. Oktober 2019 in Peking. (Bild: Chinas Ministerium Industrie and Informationstechnologie)
Chen Zhaoxiong, Vize-Minister für Industrie and Informationstechnologie (Mitte) und die Vorsitzenden der drei großen chinesischen Netzbetreiber und China Tower Corp starteten die Kommerzialisierung von 5G-Diensten am 31. Oktober 2019 in Peking. Bild: Chinas Ministerium Industrie and Informationstechnologie

Ericsson hat im dritten Quartal durch das Geschäft in China erheblich bessere Ergebnisse vorgelegt. "Die Einführung von 5G in China war der große Treiber in diesem Quartal", sagte Ericsson-Finanzchef Carl Mellander der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster). Im Gegensatz zum Konkurrenten Nokia habe Ericsson Aufträge von allen drei großen Betreibern China Mobile, China Unicom und China Telecom für 5G-Netze erhalten, berichtet Reuters.

Der Nettogewinn von Ericsson betrug 5,6 Milliarden Kronen (642,4 Millionen US-Dollar) nach einem Verlust von 6,9 Milliarden Kronen (791,5 Millionen US-Dollar) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Gesamtumsatz stieg um 1 Prozent auf 57,5 Milliarden Kronen (6,6 Milliarden US-Dollar). Ericsson meldete damit die besten vierteljährlichen Margen seit 14 Jahren.

Das bereinigte Betriebsergebnis stieg von 6,5 Milliarden schwedische Kronen im Vorjahr auf 9 Milliarden Kronen (1 Milliarde US-Dollar) und übertraf die durchschnittliche Prognose der Analysten von 6,98 Milliarden Kronen bei weitem.

Schwedens Regulierungsbehörde hat allen Teilnehmern der 5G-Auktion im November vorgeschrieben, bis zum Jahr 2025 Ausrüstung von Huawei und ZTE in "zentralen Funktionen" ihres bestehenden Netzwerkes zu entfernen. Das gab die Post and Telecom Authority (PTS) am 20. Oktober 2020 bekannt. Dabei hat der Regulierer "zentrale Funktionen" mit Kernnetz und Radio Access Network (RAN) bezeichnet, was Huawei und ZTE im gesamten Netzwerk ausschließt. Das schwedische Unternehmen Ericsson hatte argumentiert, dass man Verträge wegen eigener Stärken und nicht wegen gesetzlicher Vorgaben gewinnen wolle.

Borje Ekholm, Chef von Ericsson, lehnte es ab, sich zu der Aussicht auf Vergeltungsmaßnahmen durch die chinesische Regierung zu äußern, betonte jedoch, dass China ein sehr wichtiger Markt für Ericsson sei und dass das Unternehmen seinen Kunden in der Region verpflichtet sei. Das Unternehmen gewann bis dato 112 5G-Verträge, gegenüber 99 zum Ende des zweiten Quartals.


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