Quartalsbericht: Deutsche Telekom leidet unter schwachem Dollarkurs
Der Gewinn der Deutschen Telekom fiel im zweiten Quartal um 43 Prozent auf 495 Millionen Euro. Hier belastete nach über zehn Jahren Toll-Collect-Rechtsstreit mit der Bundesregierung die Einigung auf eine Vergleichszahlung in Höhe von 550 Millionen Euro das Ergebnis. Das gab das Unternehmen am 9. August 2018 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Der Umsatz ging um 2,8 Prozent auf 18,4 Milliarden Euro zurück, der US-Dollar war im Vergleich zum Vorjahr um rund 10 Prozent schwächer. In Deutschland sank der Umsatz um 0,9 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro.
Die Telekom erhöhte zum zweiten Mal in diesem Geschäftsjahr ihre Prognose für den bereinigten EBITDA (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen), hier sind Wechselkursschwankungen nicht einberechnet. Aufgrund der positiven Ergebnisse aus den USA erwartet der Konzern nun rund 23,4 Milliarden Euro, statt bisher 23,2 Milliarden Euro zum Jahresanfang.
Der bereinigte Konzernüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Auf dem deutschen Mobilfunkmarkt wuchsen die mobilen Service-Umsätze im zweiten Quartal um 2,9 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. "Die Trends in Deutschland und den USA stimmen" , sagte Finanzchef Thomas Dannenfeldt. "In den europäischen Landesgesellschaften haben wir es geschafft, wieder nachhaltig zu wachsen." 1.000 neue Mobilfunkstandorte wurden in den vergangenen 12 Monaten von der Telekom in Betrieb genommen, um Funklöcher zu schließen.
T-Mobile US erwirtschaftete einen Gewinn von 782 Millionen US-Dollar nach 581 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz wuchs um 3,5 Prozent auf 10,57 Milliarden US-Dollar. Die US-Landestochter gab ihr Ergebnis schon am 1. August bekannt.
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