Quartalsbericht: Amazons Ausgaben steigen auf 28,7 Milliarden US-Dollar
Amazon hat in seinem vierten Quartal 2014 einen Gewinnrückgang von 239 Millionen US-Dollar (51 Cent pro Aktie) auf 214 Millionen (45 Cent pro Aktie) verzeichnet. Das gab das Unternehmen am 29. Januar 2015 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 29,33 Milliarden US-Dollar.
Die operativen Ausgaben stiegen von 25,1 auf 28,7 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis übertraf dennoch deutlich die Erwartungen des Marktes. Die Aktie legte stark zu.
Amazon steckt beinahe seine gesamten Einnahmen in das operative Geschäft und die Produktentwicklung. Nach dem schwersten Quartalsverlust in 14 Jahren im vorangegangenen Berichtszeitraum erklärte der E-Commerce-Konzern, seine Ausgaben genauer überprüfen zu wollen. Für sein gescheitertes Fire Phone hatte Amazon 170 Millionen US-Dollar abgeschrieben.
Dennoch kaufte Amazon das Streaming-Portal Twitch für 970 Millionen US-Dollar und den israelischen Chiphersteller Annapurna Labs für 350 bis 375 Millionen US-Dollar. Annapurna Labs entwickelt unter Geheimhaltung ARM-basierte Prozessoren, die in NAS-Systemen und Storage-Servern eingesetzt werden. Das Startup wurde vor vier Jahren gegründet.
Auch der Plan, eigene Filme zu machen, ist eine riskante Investition.
Amazon verheimlicht die Absatzzahlen seiner Hardware. Nach dem Misserfolg des Fire Phone gewinnt der Konzern aber Marktanteile bei Tablets und ist mit seiner Fire-TV-Set-Top-Box offenbar sehr erfolgreich.
Auch die Kundenzahl der Versandflatrate Amazon Prime ist unbekannt. Sie sei weltweit trotz Preiserhöhung um 53 Prozent gestiegen, sagte Konzernchef Jeff Bezos. Der Zuwachs lag bei 50 Prozent in den USA und war im Ausland sogar noch etwas stärker. Im Jahr 2014 seien 1,3 Milliarden US-Dollar in Prime Instant Video investiert worden.
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