E-Mail: Amazon verrät versehentlich deutschen Marketplace-Umsatz

Eine Werbe-E-Mail an Amazon-Marketplace-Händler in Deutschland enthält eine wichtige Rechenhilfe. Damit kann der genaue Umsatz für den Marketplace-Bereich in Deutschland erstmals berechnet werden. Das wurde bislang geheim gehalten. Doch Amazon sagt, die Zahlen seien falsch

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon Go in Seattle, Washington
Amazon Go in Seattle, Washington (Bild: David Ryder/Getty Images)

In einer E-Mail hat Amazon Deutschland die geheimen Umsatzzahlen von Marketplace-Händlern verraten. Das berichtet das Fachblog Wortfilter unter Berufung auf die E-Mail, die sich an Händler richtet, die sich für das Early-Reviewer Programm in den USA angemeldet hatten. Auf dem Marketplace von Amazon.com werde siebenmal so viel Umsatz erwirtschaftet wie bei Amazon Deutschland, jedoch seien dort nur halb so viele Händler aktiv, hieß es in der E-Mail.

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Laut einem Brief an die Aktionäre von Amazon-Chef Jeff Bezos lag das weltweite Handelsvolumen von Amazon.com im Jahr bei 277 Milliarden US-Dollar. Daran hatten Marketplace-Händler einen Anteil von 160 Milliarden US-Dollar, die Hälfte davon, 80 Milliarden US-Dollar, wird in den USA erwirtschaftet. Dieser Wert geteilt durch sieben ergibt 11,42 Milliarden US-Dollar.

Amazon beherrschte im April 2018 nach einer Studie des Handelsverbandes Deutschland (HDE) fast die Hälfte des deutschen Onlinehandels. Insgesamt entfielen 2017 rund 46 Prozent der E-Commerce-Umsätze in der Bundesrepublik auf das deutsche Tochterunternehmen des US-Konzerns, wie der Verband in seinem Online-Monitor 2018 darstellte.

Amazon.com hatte zuletzt den vierten Rekordgewinn in Folge erzielt, doch der Quartalsumsatz ist so langsam gestiegen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Der E-Commerce-Konzern hat seinen Gewinn im ersten Quartal auf 3,56 Milliarden US-Dollar (7,09 US-Dollar je Aktie) mehr als verdoppelt. Gleichzeitig verlangsamte sich das Umsatzwachstum das vierte Mal in Folge, auch wegen des schwächeren internationalen Absatzes. Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 59,7 Milliarden US-Dollar, verglichen mit einem Wachstum von 43 Prozent im Vorjahresquartal.

Nachtrag vom 19. Juni 2019, 18:45 Uhr

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"Diese Zahlen sind in keiner Weise korrekt. Die Person, die diese Informationen zusammengestellt hat, hat Zahlen benutzt, die nichts mit den Verkäufen von Drittanbietern bei Amazon zu tun haben. Dies ist allein auf einen menschlichen Fehler zurückzuführen", sagte Amazon-Sprecherin Franziska Helmetsberger. Es sei falsch anzunehmen, dass diese Zahlen etwas über das Geschäft von Amazon in Deutschland oder auf der ganzen Welt aussagen würden.

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JackIsBack 21. Jun 2019

Es gibt viele FBA Händler, die ihre Ware in China herstellen lassen (mit eigenem Logo...

igor37 20. Jun 2019

Ja, manche Verkäufer pushen da gern ein Schrottprodukt indem sie es einfach als neue...

Eheran 20. Jun 2019

Ich bin entweder nicht dazu in der Lage, dir das zu erklären, oder du kannst/willst es...

ChMu 20. Jun 2019

Gut, warum ist das Amazons Schuld? Nun ja, irgendeine Begruendung muss es ja geben...

kat13 19. Jun 2019

Bei Elektronik und vor allem PC Hardware weiche ich freiwillig auf deutsche Onlinehändler...



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