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Quartalsbericht: Amazon macht zweiten Milliardenverlust in Folge

Trotz zwei Milliarden US-Dollar Verlust fällt der Ausblick von Amazon positiv aus.
/ Achim Sawall
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Amazon-Standort in Kalifornien (Bild: PATRICK T. FALLON/AFP via Getty Images)
Amazon-Standort in Kalifornien Bild: PATRICK T. FALLON/AFP via Getty Images

Amazon hat einen Nettoverlust für das zweite Quartal in Folge verzeichnet. Das gab der Konzern am 28. Juli 2022 nach Handelsschluss an der Börse in New York bekannt(öffnet im neuen Fenster). Der Verlust belief sich auf insgesamt 2 Milliarden US-Dollar, verglichen mit einem Gewinn von 7,8 Milliarden US-Dollar vor einem Jahr.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 7 Prozent auf 121,2 Milliarden US-Dollar. Damit wuchs er in einem ähnlichen Tempo wie im ersten Quartal, das bereits den langsamsten Zuwachs bei Amazon seit rund zwei Jahrzehnten markierte.

Amazon erwartet, dass sein Betriebsergebnis für das dritte Quartal zwischen 0 und 3,5 Milliarden US-Dollar liegen werde, verglichen mit 4,9 Milliarden US-Dollar im dritten Quartal 2021. Die Konzernführung prognostiziert einen Umsatz zwischen 125 Milliarden und 130 Milliarden US-Dollar. Die Aktien des Unternehmens stiegen im nachbörslichen Handel um rund 15 Prozent.

"Trotz des anhaltenden Inflationsdrucks bei den Kraftstoff-, Energie- und Transportkosten machen wir Fortschritte bei den besser kontrollierbaren Kosten, auf die wir uns im vergangenen Quartal konzentriert haben, und verbessern insbesondere die Produktivität unseres Fulfillment-Netzwerks", teilte Konzernchef Andy Jassy mit.

Zeitenwende bei Amazon in diesem Jahr

Im ersten Quartal hatte Amazon seinen ersten Quartalsverlust seit sieben Jahren verbucht. Der Konzern erklärte danach, zu viel Lagerfläche reserviert und zu viele Lagerarbeiter zu haben, weswegen im zweiten Quartal weitere Kosten von 10 Milliarden US-Dollar anliefen. Millionen von Quadratmetern überschüssiger Lagerfläche wurden untervermietet, der Bau neuer Einrichtungen wurde aufgeschoben und die Belegschaften wurden durch Fluktuation ausgedünnt.

Amazon verzeichnete einen Verlust von 3,9 Milliarden US-Dollar bei seiner Investition in Rivian, nachdem die Aktien des Elektrofahrzeugherstellers im zweiten Quartal um 49 Prozent einbrachen. Dies führte zu einem Gesamtnettoverlust von 2 Milliarden US-Dollar. Amazon ist mit rund 18 Prozent an dem Unternehmen beteiligt.

Der Umsatz des Anzeigengeschäfts wuchs dagegen um 18 Prozent auf 8,76 Milliarden US-Dollar und lag damit über den Erwartungen der Analysten von 8,65 Milliarden US-Dollar. Amazon Web Services erreichten mit einem Umsatz von 19,7 Milliarden US-Dollar ebenfalls mehr als prognostiziert.


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