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Quartalsbericht: Amazon kann Gewinn in Krise mehr als verdoppeln

Amazon erwirtschaftet erstmals einen Umsatz von mehr als 100 Milliarden US-Dollar.
/ Achim Sawall
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Standort von Amazon in den USA (Bild: DAVID BECKER/AFP via Getty Images)
Standort von Amazon in den USA Bild: DAVID BECKER/AFP via Getty Images

Amazon hat im vierten Quartal den Gewinn auf 7,2 Milliarden US-Dollar (14,09 US-Dollar pro Aktie) mehr als verdoppelt. Das gab das Unternehmen am 2. Februar 2021 nach Handelsschluss an der Börse in New York bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Gewinn bei 3,3 Milliarden US-Dollar (6,47 US-Dollar pro Aktie).

Der Umsatz stieg auf 125,6 Milliarden US-Dollar, ein Zuwachs um 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Erstmals wächst der Umsatz beim weltgrößten Onlinehändler damit auf mehr als 100 Milliarden US-Dollar. Die Analysten hatten einen Gewinn von nur 7,23 pro Aktie und einen Umsatz von 119,7 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Zugleich kündigte Konzerngründer Jeff Bezos seinen Rücktritt als Chief Executive Officer an, er wechselt in die Position des geschäftsführenden Verwaltungsratschefs .

Das Betriebsergebnis stieg im vierten Quartal auf 6,9 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 3,9 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2019.

USA: Wachstum des Onlinehandels um 50 Prozent

Nur wenige Konzerne erlebten während der globalen Wirtschafts- und Coronakrise ein Wachstum wie Amazon. Der Zuwachs des Online-Shoppings führte den Umsatz des Unternehmens auf Rekordwerte. Der E-Commerce-Sektor ist in den USA laut einigen Analysten im vergangenen Jahr um rund 50 Prozent gewachsen.

Laut dem Marktforschungsunternehmen Emarketer finden rund 40 Prozent der Online-Einkäufe in den USA bei Amazon statt. Der Aktienkurs des Konzerns stieg im vergangenen Jahr um 76 Prozent, die Marktbewertung erhöhte sich auf mehr als 1,6 Billionen US-Dollar. In Deutschland sind Waren wie Schuhe, Kleidung oder Schreibwaren durch die Ladenschließungen fast nur noch online erhältlich. Der Bruttoumsatz im Onlinehandel stieg um 14,6 Prozent auf 83,3 Milliarden Euro, wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH)(öffnet im neuen Fenster) Ende Januar 2021 mitteilte.


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