Quartalsbericht: Amazon kämpft mit höheren Kosten und weniger Wachstum

Der neue Amazon-Vorstandschef sieht auch im vierten Quartal weniger Wachstum wegen Investitionen und Problemen in den Lieferketen.

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Amazon-Standort in den USA
Amazon-Standort in den USA (Bild: DAVID BECKER/AFP via Getty Images)

Amazons Gewinn ist im dritten Quartal von 6,3 Milliarden US-Dollar auf 3,2 Milliarden US-Dollar zurückgegangen. Wie der US-Konzern am 28. Oktober 2021 nach Handelsschluss an der Börse in New York bekannt gab, stieg der Umsatz auf 110,81 Milliarden US-Dollar, nach 96,15 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Analysten hatten mit 111,60 Milliarden US-Dollar jedoch mehr erwartet.

"Wir haben immer gesagt, dass wir uns bei der Wahl zwischen der Optimierung für kurzfristige Gewinne und dem, was langfristig für die Kunden am besten ist, für Letzteres entscheiden werden", sagte der neue Vorstandschef Andy Jassy. Die Pandemie habe auch zu außergewöhnlichen Investitionen geführt.

"Die Größe unseres Fulfillment-Netzwerks haben wir seit Beginn der Pandemie fast verdoppelt. Im vierten Quartal erwarten wir zusätzliche Kosten in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar in unserem Endkundengeschäft, da wir mit Arbeitskräftemangel, gestiegenen Lohnkosten, globalen Lieferkettenproblemen und gestiegenen Fracht- und Versandkosten umgehen müssen" , erklärte Jassy.

Betriebsgewinn könnte im laufenden Quartal ausfallen

Das Cloud-Computing-Geschäft von Amazon, das Serverkapazität und Softwaretools anbietet und einen erheblichen Teil des Betriebsgewinns des Unternehmens erwirtschaftet, ist weiter rasant gewachsen. Amazon verzeichnet auch eine starke Nachfrage bei seinem neuen Werbegeschäft, das zunehmend mit den Plattformen von Google und Facebook konkurriert.

Das Unternehmen rechnet für das laufende Quartal mit einem Betriebsgewinn zwischen 0 und 3,0 Milliarden US-Dollar, weniger als die 6,9 Milliarden US-Dollar, die Amazon im Vorjahreszeitraum verbucht hatte. Der E-Commerce-Marktführer prognostizierte für das vierte Quartal einen Umsatz zwischen 130 und 140 Milliarden US-Dollar. Analysten erwarteten 142,05 Milliarden US-Dollar.

Im nachbörslichen Handel fielen die Aktien um 4 Prozent.

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