Quartalsbericht: Amazon-Chef fühlt sich "weiter wie am ersten Tag"

Amazon-Chef und -Gründer Jeff Bezos hat bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen erklärt, dass er sich bei Amazon weiter wie am ersten Tag fühlt. Das sagte Bezos(öffnet im neuen Fenster) am 28. Januar 2016 nach Handelsschluss an der Börse in New York. "Vor zwanzig Jahren fuhr ich die Pakete zum Postamt und hoffte, dass wir uns eines Tages einen Gabelstapler leisten können. In diesem Jahr kommen wir auf 100 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz und bedienen 300 Millionen Kunden." Doch gemessen an der Dynamik des Marktes und der wachsenden Möglichkeiten fühle er "sich immer noch ein bisschen wie am ersten Tag" .
Amazon hat den Gewinn im vierten Quartal 2015 mehr als verdoppelt und damit laut Wall Street Journal den höchsten Gewinn in der Unternehmensgeschichte vorgelegt. Der weltgrößte Onlinehändler erzielte einen Gewinn von 482 Millionen US-Dollar (1 US-Dollar pro Aktie), nach 214 Millionen US-Dollar (45 Cent pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz stieg um 22 Prozent auf 35,7 Milliarden US-Dollar.
Analysten hatten mehr erwartet
Der operative Gewinn stieg um 88 Prozent auf 1,1 Milliarden US-Dollar.
Die operativen Ausgaben waren weiter sehr hoch: Sie stiegen um 20,5 Prozent auf 34,6 Milliarden US-Dollar, nach 28,7 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor.
Doch die Erwartungen der Analysten wurden damit verfehlt. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel zunächst um über 10 Prozent. Die Börsenexperten wollten 36 Milliarden US-Dollar Umsatz und einen Gewinn von 754 Millionen US-Dollar sehen. Für das erste Quartal 2016 prognostizierte Amazon einen Umsatz zwischen 26,5 und 29 Milliarden US-Dollar.