Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Quantum Artificial Intelligence Lab: Google quantencomputert mit der Nasa

Google und die Nasa haben gemeinsam eine Forschungseinrichtung für künstliche Intelligenz gegründet. Mit Hilfe eines Quantencomputers wollen sie unter anderem bessere Vorhersagemodelle entwickeln.
/ Werner Pluta
33 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Nasa Ames Research Center: Quantencomputer soll im Herbst einsatzbereit sein. (Bild: Nasa)
Nasa Ames Research Center: Quantencomputer soll im Herbst einsatzbereit sein. Bild: Nasa

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa und Google haben ein gemeinsames Labor zur Erforschung künstlicher Intelligenz eingerichtet. Die beiden Partner wollen dabei einen Quantencomputer einsetzen.

Quantum Artificial Intelligence Lab heißt die Einrichtung, die am Ames Research Center(öffnet im neuen Fenster) ihren Sitz haben wird. Das Forschungszentrum der Nasa ist im Moffet Field im US-Bundesstaat Kalifornien beheimatet, einem Nachbarort von Mountain View, wo Google seinen Hauptsitz hat.

Quantencomputer aus Kanada

Ziel sei, Fortschritte beim Maschinenlernen zu erzielen, schreibt Hartmut Neven, Leiter der Entwicklungsabteilung, im Research Blog von Google(öffnet im neuen Fenster). Dabei setzen Nasa und Google allerdings nicht auf herkömmliche Computer. Sie wollen einen Quantencomputer des kanadischen Herstellers D-Wave Systems(öffnet im neuen Fenster) anschaffen. Der Supercomputer soll im Herbst am Ames Research Center einsatzbereit sein.

Beim Maschinenlernen gehe es darum, Modelle zu entwickeln, um bessere Vorhersagen über die Welt treffen zu können, sagt Neven. "Wenn wir Krankheiten behandeln wollen, brauchen wir bessere Modelle dazu, wie sie verlaufen. Wenn wir effektive Umweltrichtlinien schaffen wollen, brauchen wir bessere Modelle darüber, was mit unserem Klima passiert."

Dafür werden kreative Lösungen benötigt. Herkömmliche Computer seien jedoch dafür nicht sehr gut geeignet. Der Quantencomputer soll hier weiterhelfen. "Wir hoffen, dass er den Forschern dabei hilft, effizientere Modelle für alles Mögliche zu bauen – von Spracherkennung über Websuche bis hin zur Proteinfaltung", resümiert Neven.


Relevante Themen